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Fußball ist in Schenkenberg das große Steckenpferd

Mein Verein - SV Empor Schenkenberg Fußball ist in Schenkenberg das große Steckenpferd

Beim SV Empor Schenkenberg geht es zu großen Teilen um Fußball, aber eben nicht nur. Rund 300 aktive Mitglieder hat der Verein. Darunter auch Schachspieler und Gymnastik-Fans.

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Die riesige Sportanlage fällt in dem kleinen Dorf Schenkenberg (Potsdam-Mittelmark) sofort auf. Vor allem bei Fußballturnieren ist hier immer eine Menge los. Für Fußball ist der SV Empor Schenkenberg 1928 bekannt. „Wir sind ein Mehrspartenverein“, betont jedoch Fred Martens, seit drei Jahren erster Vorsitzender des Vereins. Die Kegler trainieren im Vereinshaus am Sportplatz und die Angler haben ein kleines Grundstück in Götz an der Havel. Außerdem gehören Empor Schenkenberg Schachspieler an und es gibt eine Gymnastikabteilung. Die jüngste Sparte – Tischtennis – kam um die Jahrtausendwende hinzu. „Wobei Fußball natürlich die größte Abteilung ist“, sagt Fred Martens, der über Umwege zu dem Verein kam: Seine Tochter spielte dort Fußball. Als jemand für die Gestaltung der Homepage gesucht wurde, waren die Kenntnisse des Vaters gefragt. Kurze Zeit später trainierte er selber Mädchenmannschaften, heute ist er nicht nur im Vorstand, sondern kümmert sich noch immer um die Gestaltung der Homepage, übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit und organisiert den Fanartikel-Einkauf.

Steckbrief

  • Gründungsjahr: 1928
  • Mitgliederzahl: 300 Aktive und 100 Fördernde
  • Ältestes Mitglied: Günter Sendowski (83 Jahre)
  • Jüngstes Mitglied: Thorben Mathias Thiele (5 Jahre)
  • Abteilungen: Fußball ist die größte Sparte, gefolgt von Kegeln. Außerdem werden Angeln, Tischtennis, Schach und Gymnastik angeboten.
  • Das Team: Der Vorstand hat drei Mitglieder. Ein Team von rund 35 Mitgliedern betreut die Sportler ehrenamtlich, viele mit Mehrfachfunktionen.
  • Berühmtes Mitglied: Armin Bach, heute Ehrenpräsident
  • Saison-Höhepunkte: Fußballturniere, Sport- und Familientag, Skat-Turniere, Radwanderungen
  • Internet: www.empor-schenkenberg.de

Wie so oft in Vereinen, fehlt es an Nachwuchs. „Deshalb haben wir viel Energie und finanzielle Mittel in die Jugendarbeit gesteckt“, erklärt Fred Martens. Eine Fußballschule bietet in den Kitas der Region im Auftrag des Vereins Vorschulsport an. „Unser Ziel ist es jedes Jahr aufs Neue, jede Jugend- und Männermannschaft im Punktspielbetrieb zu halten“, sagt der 46-Jährige. „Auch, wenn wir das nicht immer schaffen.“

Die zweite Herausforderung sei, dass Empor Schenkenberg rein ehrenamtlich organisiert bleiben will. „Wir wollen das Ehrenamt hoch angesehen lassen und dass die Identifikation der einzelnen Menschen mit dem Verein vorhanden ist.“ Eine Aufgabe, der man sich im Verein aber in jedem Fall stellen wolle. Als der Kreissportbund 2014 eine Ausschreibung für ein Coaching zum Erhalt von ehrenamtlichen Vereinen auf dem Land startete, bewarb sich der SV Empor Schenkenberg und wurde als einer von dreien für das Programm angenommen. „Daran sieht man, dass wir sehr engagiert sind“, findet Fred Martens.

Denn der Verein bringt jede Menge Leben ins Dorf: Ein Höhepunkt ist in jedem Jahr der Sport- und Familientag kurz nach dem Ende der Saison. „Da stellt sich der Verein dann nach außen hin vor“, sagt Fred Martens. Jede Abteilung veranstaltet Turniere, außerdem gibt es Angebote wie Kinderschminken und Hüpfburg. Im Dezember folgen die Jahresabschlussbälle für die Vereinsmitglieder. Daneben bietet Empor Schenkenberg Radwanderungen, Preisskat-Turniere und Winterwanderungen an. Doch die meisten Besucher kommen zu Fußballturnieren.

Denn Fußball ist noch immer das Steckenpferd – der Verein hat schon einige Talente hervorgebracht, die im F- & E-Jugendbereich trainiert wurden und dann auf die Sportschule wechselten. Dazu zählen etwa Philipp Walter, Felix Klaker und Toni Neubauer. „Aber unser bekanntestes Mitglied ist sicherlich Armin Bach, nachdem auch ein Sportplatz benannt ist“, sagt Fred Martens. Als zu DDR-Zeiten viele in den Westen übersiedelten, verlor der Verein gut die Hälfte seiner Mitglieder. „Armin Bach hat sich als 28-Jähriger hingestellt und gesagt: ‚Ich übernehme das‘“. Bach, der noch bis 2005 Vorsitzender war, baute den Verein wieder auf. Unter seiner Leitung entstand auch die heutige Sportanlage. Noch heute kümmert sich Bach, der mittlerweile Ehrenpräsident ist, um die Platzpflege und hilft im Vorstand mit.

Von Anne-Kathrin Fischer

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