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Melanie Göldner startet bei Ruder-U23-WM

Rudern Melanie Göldner startet bei Ruder-U23-WM

Am kommenden Donnerstag startet die U23-Weltmeisterschaft der Ruderer im bulgarischen Plowdiw, wo zuletzt schon die Kanu-Europameisterschaft stattfand. Mit dabei ist auch Melanie Göldner, vor drei Jahren Junioren-Weltmeisterin im Einer, vom RC Potsdam. An den Ort des Geschehens hat die 21-Jährige allerdings nicht die besten Erinnerungen.

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Melanie Göldner (l.) und Laura Kampmann aus Essen sitzen erst seit Anfang Juni in einem Boot.

Quelle: DRV/Schwier

Potsdam. Richtig gute Erinnernungen hat Melanie Göldner nicht unbedingt an Plowdiw . „Bei der U23-WM vor zwei Jahren war eigentlich der Vierer echt stark, unser Ziel war damals auch eine Medaille“, erinnert sich die Potsdamer Ruderin. „Nur im Finale hat einfach nichts geklappt. Wir sind damals nicht in unseren Rhythmus gekommen und jeder hatte was anderes gemacht und gefühlt beim Rudern. Wo genau das Problem lag, weiß ich nicht. Wir waren einfach vom Kopf komplett fest“, sagt die 21-Jährige, die ab Donnerstag erneut bei der U23-WM in Plowdiw startet und versuchen wird, die Erinnerungen an die zweitgrößte Stadt Bulgariens durch positivere zu ersetzen.

34 Grad heiß und trockene Lungen

Deshalb hat die Ruderin sich auch erst einmal weniger Druck verordnet. „Ich versuche dieses Jahr gelassener an die Sache ranzugehen und mir auch kein Ziel der Platzierung zu setzten. Vor zwei Jahren war ich ziemlich am Ende, als bloß Platz fünf bei rauskam. Da wir fest von einer Medaille ausgegangen sind. Dieses Jahr bin ich einfach happy dabei zu sein und mal sehen was bei rauskommt“, erzählt die Potsdamerin, die an der TU Berlin Ökologie und Umweltplanung studiert.

Isabelle Hübener sitzt im Achter

Mit Isabelle Hübener startet eine zweite Ruderin des RC Potsdam bei der U23-Weltmeisterschaft, sie sitzt im Achter.

„Wir wollen das Beste aus dem Achter herausholen und gute Rennen abliefern. Eine Medaille wäre natürlich wirklich traumhaft“, sagte die 19-Jährige, die das erste Jahr in der U23 an den Start geht.

Die Junioren-Weltmeisterin von 2016 im Vierer sitzt seit drei Monaten im Achter und konnte bislang nur an Trainingswochenenden mit ihren Partnerinnen trainieren.

Ich September beginnt sie ein Freiwilliges Soziales Jahr.

Mit der Ökologie in Plowdiw ist es dagegen gerade nicht ganz so vorteilhaft. Am Montag regnete es bei 18 Grad, bis Sonntag sollen es 34 Grad werden. „Die hohen Temperaturen können einem da schon ziemlich zu schaffen machen. Vor zwei Jahren hatte ich auch ziemlich Probleme mit der Hitze. Da es so heiß und trocken ist, trocknet die Lunge sehr schnell im Training wie im Rennen aus“, berichtet die Junioren-Weltmeisterin von 2014.

Ruder-Partnerin Laura Kampmann kommt aus Essen

Bei ihrem damaligen Erfolg startete sie im Einer, dieses mal im Doppelzweier mit Laura Kampmann aus Essen. Rund 500 Kilometer liegen zwischen ihnen beiden, erst seit Anfang Juni fahren sie zusammen. „Die Abstimmung funktioniert ganz gut und auch so haben wir das Boot gut zum Laufen bekommen. Natürlich gab es auch Einheiten, wo es nicht so gut lief, aber im Großen und Ganzen haben wir uns gut zusammengefunden“, erzählt Melanie Göldner, die ursprünglich aus Hoppenrade in der Gemeinde Wustermark stammt. Meist reist ihre Partnerin donnerstags oder freitags nach Berlin.

Seit der deutschen Meisterschaft Ende Juni trainieren sie zusammen in Ratzeburg (Schleswig-Hollstein), wo die unmittelbare Wettkampfvorbereitung (UWV) stattfindet. „Dieses Jahr war jedoch die UWV sehr kurz. Die erste Woche war ich noch ein bisschen angeschlagen, so dass wir bloß knappe zwei Wochen intensive Trainingsvorbereitung hatten. Gewöhnlich sind meistens vier Wochen“, erzählt Melanie Göldner vor ihrem ersten Start am Donnerstag. Im Idealfall kommen dazu noch das Halbfinale am Sonnabend und das Finale am Sonntag – dann hätte Plowdiw vermutlich wieder einen schöneren Platz in ihren Erinnerungen.

Von Stephan Henke

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