Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Mit Can in brisanten EM-Herbst - Löw: "Gang hochschalten"

Fußball Mit Can in brisanten EM-Herbst - Löw: "Gang hochschalten"

Bundestrainer Löw holt 14 Weltmeister, Neuling Emre Can und drei Rückkehrer für die brisanten EM-Qualifikationsspiele gegen Polen und Schottland. BVB-Keeper Weidenfeller ist wie erwartet nicht mehr dabei, dafür rückt ter Stegen vom FC Barcelona in den Torwart-Kreis.

Voriger Artikel
Vor Transferende - Welcher Bundesligist wird noch aktiv?
Nächster Artikel
Der 3. Bundesliga-Spieltag im Telegramm

Emre Can gehört erstmals zum A-Kader der deutschen Nationalmannschaft.

Quelle: Thomas Eisenhuth

Berlin. Mit Neuling Emre Can, Torwart Marc-André ter Stegen und einem klaren Versprechen geht Joachim Löw in den brisanten EM-Herbst.

"Wir wissen, um was es geht, wir wollen und werden nun einen Gang hochschalten", erklärte der Bundestrainer im Hinblick auf die wichtigen Qualifikations-Spiele am kommenden Freitag in Frankfurt gegen Polen und drei Tage später in Glasgow gegen Schottland. Eine Niederlage wie beim Hinspiel in Polen (0:2) kann sich der Weltmeister nicht mehr erlauben, wenn die direkte Qualifikation für die Endrunde der Fußball-EM 2016 in Frankreich gelingen soll. "Nicht erst seit dem Spiel in Warschau ist uns bekannt, wie gefährlich dieses Team ist", warnte der DFB-Chefcoach.

Der 21 Jahre alte Can soll ab Montag, wenn sich die 23 berufenen Spieler in Frankfurt/Main zunächst für einige Marketing-Termine versammeln, erstmals Luft schnuppern im Kreis der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. "Emre hat sich in Liverpool gut entwickelt, er ist variabel, seine Präsenz und Dynamik gefallen uns", erklärte Löw. Der gebürtige Frankfurter Can, der nach den Stationen Bayern München und Bayer Leverkusen 2014 zum FC Liverpool gekommen war, könnte der 76. Debütant in der Ära Löw werden. Er kann im defensiven Mittelfeld, aber auch als Rechtsverteidiger spielen.

Can gehörte wie die Nationalmannschafts-Rückkehrer ter Stegen, Kevin Volland und Matthias Ginter zur U21-Auswahl des DFB, die im Juni in Tschechien nicht den großen Erwartungen gerecht geworden war. Nun können sich die Talente im A-Team beweisen. "Ich bin überzeugt von der Qualität meiner Mannschaft und dem Charakter jedes einzelnen Spielers", bemerkte Löw. Eine wichtige Rolle soll Kapitän Bastian Scheinsteiger übernehmen. Der Ex-Münchner kommt erstmals nach seinem Wechsel zu Manchester United zum Nationalteam.

Derzeit liegt Weltmeister Deutschland in der Gruppe D der EM-Ausscheidung mit 13 Punkten hinter Polen (14 Punkte) auf Rang zwei vor Schottland (11) und Irland (9). Die ersten beiden Teams buchen das Direktticket für die EM-Endrunde 2016 in Frankreich, dazu der beste Gruppen-Dritte. "Wir haben es selbst in der Hand, unserem hohen Anspruch gerecht zu werden und die Tabellenführung zu übernehmen", erklärte Löw. Auf eine Entscheidung erst in den letzten zwei Partien im Oktober in Irland und gegen Georgien will es der 55-Jährige nicht ankommen lassen.

Mit der erwarteten Nichtberücksichtigung von Dortmunds Routinier Roman Weidenfeller (35) und der Nominierung des 23-jährigen ter Stegen von Champions-League-Sieger FC Barcelona wird die Torwart-Konkurrenz hinter dem Münchner Neuer neu gemischt. "Manuel Neuer ist unsere klare Nummer eins, dahinter gibt es aktuell keine Notwendigkeit für weitere Festlegungen", sagte Löw.

"Ich habe mich mit Roman Weidenfeller getroffen und ihm in aller Offenheit gesagt, dass wir im Moment die jüngeren Torhüter wieder mal bei uns sehen wollen, um uns bis zur Europameisterschaft ein genaueres Bild zu machen", berichtete Torwart-Coach Andreas Köpke. Ter Stegen hatte von 2012 bis 2014 bereits vier Länderspiele bestritten, dabei nicht immer glücklich ausgesehen. Inzwischen ist der Ex-Gladbacher beim Spitzenclub Barcelona gereift. "Wir kennen Marc und wissen um sein enormes Potenzial", unterstrich Löw.

Nicht dabei sind gegen Polen und Schottland die noch verletzten Weltmeister Sami Khedira (Juventus Turin), Benedikt Höwedes (Schalke 04) und Erik Durm (Borussia Dortmund) sowie der zum AS Rom gewechselte Verteidiger Antonio Rüdiger. Die zuletzt beim 7:0 gegen Gibraltar fehlenden Manuel Neuer, Thomas Müller, Toni Kroos, Marco Reus und Mats Hummels stehen dagegen wieder im Kader. Während der zu Besiktas Istanbul gewechselte Stürmer Mario Gomez keine Rolle mehr spielt, ist der nun für Galatasaray Istanbul spielende Lukas Podolski weiter eine feste Größe. Auf den Mönchengladbacher Patrick Hermann verzichtet Löw.

Der DFB-Kader:

Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Ron-Robert Zieler (Hannover 96)

Abwehr: Jérôme Boateng (Bayern München), Emre Can (FC Liverpool), Matthias Ginter, Mats Hummels (beide Borussia Dortmund), Jonas Hector (1. FC Köln), Shkodran Mustafi (FC Valencia), Sebastian Rudy (1899 Hoffenheim)

Mittelfeld: Karim Bellarabi (Bayer Leverkusen), Ilkay Gündogan, Marco Reus (beide Borussia Dortmund), Christoph Kramer (Bayer Leverkusen), Toni Kroos (Real Madrid), Thomas Müller (Bayern München), Mesut Özil (FC Arsenal), Lukas Podolski (Galatasaray Istanbul), André Schürrle (VfL Wolfsburg), Bastian Schweinsteiger (Manchester United)

Angriff: Mario Götze (Bayern München), Max Kruse (VfL Wolfsburg), Kevin Volland (1899 Hoffenheim)

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
MAZ Sportbuzzer