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Mittelblocker Böhme glaubt an deutsche Chance

Volleyball Olympia-Qualifikation Mittelblocker Böhme glaubt an deutsche Chance

Bei der europäischen Olympia-Qualifikation in der Berliner Max-Schmeling-Halle stehen die deutschen Volleyballer bereits im Halbfinale. Mittelblocker und Kapitän Marcus Böhme ist überzeugt davon, dass die Gastgeber das Olympia-Ticket lösen können.

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Mittelblocker Marcus Böhme.

Quelle: Fotos: dpa

Berlin. Kaum war der Matchball verwandelt, der Jubel mit den Mitspielern verebbt, da verschwand Marcus Böhme trotz seiner 2,11 Meter mitten in einer großen Menschentraube auf der Tribüne der Max-Schmeling-Halle. Der Berliner hat in seiner Heimatstadt eben einen großen Fananhang über die Familie hinaus, zu der auch Bruder Matthias Böhme von den Netzhoppers KW-Bestensee gehört.

Der große Böhme jedenfalls ist mit den deutschen Volleyballern drauf und dran, sich nach 2008 und 2012 ein drittes Mal den Sportlertraum von Olympischen Spielen zu erfüllen. Bei der Europa-Qualifikation steht die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen schon vor dem abschließenden Vorrundenspiel am Freitagabend (20 Uhr) gegen Weltmeister Polen im Halbfinale. Nur der Turniersieger löst sofort das Rio-Ticket für den August.

„Das können wir schaffen. Diese beiden 3:0-Siege in zwei Tagen gegen Belgien und Serbien haben uns viel Mut gemacht“, sagte der Kapitän, der im Mittelblock glänzte. „Wenn du gleich zu Beginn des Spiels gute Aktionen hast, dann gibt dir das Selbstvertrauen. Daran müssen wir anknüpfen. Wir sollten auch gegen Polen unser Bestes versuchen, um dann für die entscheidenden Spiele des Wochenendes bereit zu sein. Wir hatten alle nur eine kurze gemeinsame Vorbereitung. Aber darin ist unser Trainer ein Meister“, lobte Böhme den Chefcoach.

Heynen will an diesem Freitag vielleicht doch den einen oder anderen schonen. Den spielfreien Donnerstag konnte der 30-jährige Böhme schon mal privat nutzen. Schließlich wohnen nicht nur die Eltern, sondern auch seine Freundin („das normale Leben geht an mir nicht vorbei“) in der Hauptstadt, die er 2009 verließ. Seit Jahren spielt er im Ausland, seit dem Sommer bei MKS Cuprum Lubin – also im Land des Weltmeisters und nächsten Gegners.

Die Deutschen, ja immerhin WM-Dritter, fühlen sich indes stark genug, es daheim mit jedem Gegner aufnehmen zu können. Böhme meinte: „Dieses Turnier lässt sich vom Flair sicher nicht mit einer WM vergleichen, aber das Niveau ist genauso hoch. Wenn wir unser Können abrufen, sind wir stark.“ Selbst Heynen wollte nach dem Super-Auftritt gegen Serbien nicht rummäkeln. „So war das okay, aber wir sind noch nicht fertig.“ Die Mission „GOlympia“ geht weiter.

Von Peter Stein

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