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Mittelblockerin Ivona Svobodnikova wechselt nach Potsdam

SC Potsdam, Volleyball Mittelblockerin Ivona Svobodnikova wechselt nach Potsdam

Volleyball-Bundesligist SC Potsdam hat Mittelblockerin Ivona Svobodnikova vom Liga-Rivalen Aachen verpflichtet. Damit haben die Potsdamer ihren Kader für die kommende Saison komplett. Zwölf Spielerinnen stehen unter Vertrag.

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Eine Größe am hohen Netz: Mittelblockerin Ivona Svobodnikova (M.), hier im DVV-Pokalfinale 2015.

Quelle: Foto: dpa

Potsdam. Ivona Svobodnikova ist keine „Lady in Black“ mehr, sondern wird in der kommenden Saison das rote Trikot des Volleyball-Bundesligisten SC Potsdam tragen. Um den Wechsel der tschechischen Mittelblockerin vom Liga-Rivalen Aachen in die Havelstadt hatte sich der neue Trainer Davide Carli schon lange bemüht. „Sie ist eine Wunschspielerin von mir. Ich habe sie seit längerem beobachtet. Sie hat nicht nur eine gute Technik beim Block, sondern spielt auch sehr clever. Außerdem ist sie sehr sympathisch und bringt immer eine positive Stimmung rüber“, urteilt der Italiener und ergänzt: „Gemeinsam mit Wiebke Silge und Lisa Gründing haben wir nun drei starke Mittelblockerinnen. Damit können wir auf dieser Position gestärkt in die nächste Saison gehen.“

In der Heimatstadt Brno mit Volleyball begonnnen

Ivona Svobodnikova, die sich auf ihr Engagement in Potsdam schon sehr freut, stammt aus Brno. Dort begann sie bei VK Kralovo Pole mit dem Volleyball. Mit dem Verein holte sie 2009 und 2010 die tschechische Vizemeisterschaft. Seit 2010 spielte sie auch in der Nationalmannschaft und gewann mit dieser 2012 die Europaliga.

Im selben Jahr wechselte die 1,90 Meter große Akteurin zu Volley Köniz in die erste Liga der Schweiz. 2013 ging sie zum französischen Club Evreux Volley-Ball. Ab 2014 trug sie für zwei Spielzeiten das Dress der Ladies in Black Aachen, mit denen sie im Vorjahr im Pokalfinale stand. In der zurückliegenden Saison spielte die 25-Jährige mit Aachen (Vorrunden-Zehnter) gegen Potsdam (Siebter) in den Pre-Playoffs und schied nach zwei 0:3-Niederlagen aus.

Ein gutes Paket für die neue Saison

SC-Manager Toni Rieger stellt klar: „Damit sind die Personalplanungen für die neue Saison abgeschlossen. Ivona Svobodnikova ist unser sechster Neuzugang. Sie bringt genug Erfahrung mit und wird mit ihren 1,90 Meter Größe vorn am Netz viel Präsenz zeigen.“ Zuvor wurden bereits die Zuspielerinnen Ann-Marie Knauf (vom Köpenicker SC) und Denise Imoudu (Aurubis Hamburg), die Außen-Annahme-Spielerinnen Roslandy Acosta (Venezuela/Rote Raben Vilsbiburg) und Ljubica Kecman (Serbien/Tirgu Mures) sowie die Diagonalangreiferin Marta Drpa (Serbien/CSM Targoviste) verpflichtet. „Ich denke“, so Rieger, „wir haben damit ein gutes Paket für die neue Saison verpflichtet.“

Insgesamt zwölf Spielerinnen im Kader

Damit geht der SC Potsdam mit einem Kader von zwölf Spielerinnen in die Spielzeit 2016/17. Denn Sophie Dreblow, Lisa Rühl (beide Libera), Lisa Gründing, Wiebke Silge (beide Mittelblock), Kimberly Drewniok (Diagonalangriff) und Anne Hölzig (Außen-Annahme) bleiben dem Verein treu.

Sophie Dreblow im Auswahleinsatz

Libera Sophie Dreblow vom SC Potsdam erlebte mit der Nationalmannschaft ein denkwürdiges Wochenende. Bei der Qualifikation für die U19-Europameisterschaft in Lettland konnte sie mit dem Team drei Siege in drei Spielen feiern und schaffte die EM-Quali.

Nach dem 3:1 zum Auftakt gegen Kroatien spielte das deutsche Team von Trainer Jan Lindenmair am Samstag 3:1 gegen Slowenien. Justament an ihrem 18. Geburtstag gelang Sophie Dreblow eine besondere Rettungsaktion, bei der zwar die Werbebande zu Bruch ging, aber das Geburtstagskind unverletzt blieb. Im vierten Satz drehten die Deutschen einen 18:24-Rückstand in ein 28:26 und damit zum Sieg.

Abschließend wurde Gastgeber Lettland mit 3:0 besiegt.

Die EM-Endrunde in der Slowakei und Ungarn findet vom 27. August bis 4. September statt.

Daher wird Sophie Dreblow auch verspätet in die Saisonvorbereitung beim SC Potsdam einsteigen.

Nach den acht Neuzugängen in der Vorsaison fällt diesmal der personelle Umbruch mit sechs Neuen nicht ganz so drastisch aus, wurde quasi die Hälfte der Mannschaft erneuert. Rieger erklärt dazu: „Dass es wieder größere Veränderungen gibt, liegt auf der Hand. Denn 2015/16 hatten wir uns mehr ausgerechnet, wurden die Erwartungen unterm Strich nicht erfüllt. Dass uns Saskia Hippe nach nur einer Saison wieder in Richtung Griechenland verlassen hat, zwang uns auch auf der diagonalen Angriffsposition zum Handeln. Sicher hätten wir Saskia gern behalten.“

Schnell zu einer Einheit finden

Der Manager sagt: „Die Spielerinnen passen in das Konzept unseres neuen Trainers. Nun liegt es an ihm, daraus eine schlagkräftige Truppe zu formen, die attraktiven Volleyball spielt und die Zuschauer in der MBS-Arena begeistert. Die Mannschaft muss eine Einheit bilden und daher möglichst schnell zusammen wachsen. Da habe ich vollstes Vertrauen in den neuen Trainer Davide Carli.“

Offizieller Trainingsstart ist am 9. August. Die Saison beginnt am 22. Oktober mit einem Heimspiel gegen den Schweriner SC.

Von Peter Stein

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