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Motor-Kämpfer Omar El-Hag will EM-Titel

Boxen Motor-Kämpfer Omar El-Hag will EM-Titel

Bei den Europameisterschaften der Box-Amateure ist Omar El-Hag vom Bundesligisten Motor Babelsberg dabei. Der 21-jährige Bantamgewichtler will den Titel. „Wenn ich in den Ring klettere, will ich immer gewinnen“, lautet seine Maxime.

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Omar El-Hag trägt in der Bundesliga das Trikot von Motor Babelsberg.

Quelle: Foto: Detlev Scheerbarth

Potsdam. Omar El-Hag ist ein flinkes Bürschchen. Im Ring besticht der Boxer vom Bundesligisten Motor Babelsberg durch ein gutes Auge und eine schnelle Hand. „Die Lücke in der Deckung des Gegners zu sehen, um Treffer zu landen, darauf kommt es beim Boxen an“, sagt der 21-Jährige, der ab Freitag bei den Amateur-Europameisterschaften in Samokow/Bulgarien erstmals in den Ring klettert.

Selbstbewusst meint der Bantamgewichtler (bis 56 Kilogramm): „Ich will Europameister werden.“ Denn der deutsche Vizemeister möchte sich bei der EM gleich für die Weltmeisterschaften im Oktober in Doha/Katar qualifizieren. Und dort geht es dann auch um das Ticket für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro. El-Hag will unbedingt zu Olympia. „Dafür schwitze ich jeden Tag im Training.“

Dabei wäre sein Box-Talent beinahe im Verborgenen geblieben. Omar El-Hag, dessen Familie aus dem Libanon stammt, ist in Osterode im Harz geboren. Als er acht Jahre alt war, zog die Familie nach Hannover. Dort wollte sich der Filius bei einem Fußballverein anmelden. Aber der Monatsbeitrag war seiner bedürftigen Familie zu teuer. Erst als ihn ein Freund vom Boxen erzählte und dort nur fünf Euro monatlich zu zahlen waren, standen Omar El-Hag die Türen zum Boxclub Heros in Hannover offen. Später wechselte er an die Sportschule nach Berlin.

Am dortigen Olympiastützpunkt trainiert er noch heute bei Ralf Dickert. „Ich wohne im Sportinternat in Hohenschönhausen, habe optimale Bedingungen“, erzählt der Normalausleger, der eine starke rechte Gerade und einen linken Haken als seine Lieblingskombination mit den Fäusten nennt.

Nach dem Abschluss der 10. Klasse ließ sich der erfolgreiche Sportler, der schon Dritter bei den Jugend-Weltmeisterschaften geworden war, zum Kaufmann für Groß- und Außenhandel ausbilden. „Alles war immer dem Boxen untergeordnet. Das hat sich ausgezahlt“, meint Omar El-Hag, der vor zwei Jahren Platz zehn bei den Europameisterschaften in Minsk/Weißrussland belegte. Gerade durch die Kämpfe in der Bundesliga habe er viel gelernt. „Bei Motor war immer eine gute Stimmung, in der Mannschaft und bei den Zuschauern. Das hat mir gefallen“, sagt er.

Übrigens ist Omar El-Hag nicht nur im Ring flink unterwegs. Wenn er in der Freizeit auf seinem Motorrad sitzt, gibt der Kawasaki-Fahrer auch kräftig Gas.

Von Peter Stein

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