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Mutig gegen den Spitzenreiter

Basketball Mutig gegen den Spitzenreiter

Basketball-Zweitligist RSV Eintracht empfängt am Sonntag Iserlohn. Nach fünf Niederlagen in Folge hat die Mannschaft neuen Schwung geholt.

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Niko Schumann spielt seit sieben Jahren beim RSV.

Quelle: B. Feller

Stahnsdorf. Die Weihnachtspause hat gut getan. Niko Schumann vom Basketball-Zweitligisten RSV Eintracht 1949 hat abgeschaltet und geht mit frischer Energie in das neue Jahr. „Wir sind hungrig, nun endlich wieder zu gewinnen“, sagt der Spielmacher vor dem Match gegen den ProB-Tabellenführer Iserlohn Kangaroos am Sonntag (18 Uhr, Halle der Heinrich-Zille-Grundschule in Stahnsdorf). Die gewohnte BBIS-Halle ist belegt. Dass der RSV beim Jahresauftakt umziehen muss, sei kein Problem, so Schumann. „Wir haben dort schon mal gespielt und zuletzt öfter dort trainiert.“

RSV-Trainer Jan Sauerbrey legte in den vergangenen Einheiten den Fokus auf den Angriff. „Wir haben uns vor allem vorgenommen, unsere offensiven Schwächen zu beseitigen und wieder mehr Team-Basketball zu spielen“, sagt er. Durch fünf Niederlagen in Folge ist der RSV in der Tabelle auf Rang zehn zurückgefallen. „Wir müssen wieder dahin kommen, wo wir am Anfang der Saison waren“, fordert Niko Schumann. Mit vier Siegen aus acht Spielen war der Start gelungen. Doch dann riss der Faden. „Das Problem liegt in der Offensive“, weiß auch Schumann.

Neue Systeme geübt

Doch das soll sich schnell ändern. „Wir haben andere Systeme und andere Spielerkombinationen eingeübt“, verrät der 1,78 Meter große Korbwerfer. Darüber hinaus komme es aber auch darauf an, den Ball flinker unter den gegnerischen Korb zu bringen. „Wir müssen schneller nach vorne kommen und genauer spielen. Insgesamt müssen wir mehr auf die Details achten.“

Freilich wird es nicht einfach, ausgerechnet gegen das stärkste Team der Liga den Bock umzustoßen. Die Sauerländer kooperieren mit dem Bundesligisten Phoenix Hagen und haben Zugriff auf viele Talente. So kommen Iserlohns Juniorennationalspieler Marcel Keßen und Jonas Grof regelmäßig auch in der Bundesliga zum Einsatz. Im Hinspiel verlor der RSV nur mit 77:79. „Wir waren immer in Schlagweite“, erinnert sich Schumann. „Am Ende war es richtig knapp.“

Schumann ist vereinstreu

Dieser Auftritt sollte dem Gastgeber also Mut machen. RSV-Trainer Jan Sauerbrey traut seinem Team eine Überraschung zu: „Jetzt sind wir physisch und mental erholt und bereit, uns den schweren Aufgaben der kommenden Wochen zu stellen.“ Eintracht trifft im Januar auf zwei weitere Aufstiegskandidaten und auf den Abstiegs-Mitkonkurrenten Herten. Die erneute Teilnahme an der Abstiegsrunde will das Sauerbrey-Team unbedingt vermeiden.

In der vergangenen Saison scheiterte der RSV um Niko Schumann und stieg sportlich ab, blieb aber dank einer Wildcard in der Liga. Schumann hätte dem RSV jedoch auch in der Regionalliga die Treue gehalten. „Ich bin vor sieben Jahren von TuS Lichterfelde hergekommen, bin hier groß geworden“, erzählt der Student der Verfahrenstechnik, der sich etwa mit erneuerbaren Energien und Recycling beschäftigt. Eineinhalb Jahre war er zwischendurch bei der zweiten Mannschaft von Alba Berlin. Dass es mit dem Sprung in die Bundesliga nicht geklappt hat, sei kein Drama. „Der Traum war schon da. Aber Schule und Studium waren mir schon immer wichtig.“

Nun will er dafür sorgen, dass der RSV die Kurve bekommt. Als Spielmacher spielt er eine bedeutende Rolle und stellt sich in den Dienst der Mannschaft. „Ich liebe es, Team-Basketball zu spielen.“ Am Sonntag will er das aufs Parkett bringen.

Von Ronny Müller

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