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Nach Premieren-Sieg: Gladbach will in Europa überwintern

Fußball Nach Premieren-Sieg: Gladbach will in Europa überwintern

Borussia Mönchengladbach ist in Europa angekommen. Zwar endet die Saison in der Champions League in zwei Wochen, doch in der Europa League soll es weitergehen. Gegen Sevilla hat die Fohlenelf gebrannt.

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Borussia Mönchengladbach feierte seinen ersten Sieg in der Champions League.

Quelle: Maja Hitij

Mönchengladbach. André Schubert war immer noch aufgewühlt, als er nach der Champions-League-Gala um kurz nach Mitternacht den Borussia-Park verließ.

"Viel Schlaf bekomme ich wohl nicht", sagte der Gladbacher Erfolgstrainer, der seiner Mannschaft nach dem ersten Königsklassen-Sieg in der Club-Historie eine "überragende Leistung" attestierte. Durch das 4:2 (1:0) gegen den FC Sevilla, immerhin Europa-League-Champion der vergangenen beiden Jahre, haben es die Gladbacher in der starken Gruppe D am letzten Spieltag selbst in der Hand, Platz drei und damit das Überwintern in der Europa League zu sichern.

"Wir fahren mit dem hohen Ziel nach Manchester, dort zu gewinnen", sagte Schubert selbstbewusst. Was vor ein paar Wochen noch als Hirngespinst des Fußball-Lehrers interpretiert worden wäre, ist spätestens nach dem beeindruckenden Auftritt der Fohlenelf gegen den spanischen Topclub nicht mehr unmöglich. "Dieser Sieg wird in die Annalen eingehen, weil es unser erster in der Champions League war", sagte Sportdirektor Max Eberl. "Wir können uns sehr auf das Spiel in Manchester freuen."

Gewinnt Sevilla sein letztes Gruppenspiel gegen Juventus Turin nicht, ist Gladbach auf jeden Fall weiter international dabei. Siegen die Spanier benötigt auch die Borussia beim englischen Topclub einen Dreier. Doch mit Rechenspielen will sich Eberl nicht aufhalten. "Wir können nicht pokern, wir können nur ganz oder gar nicht", sagte Eberl. "Und im Moment ist da ziemlich viel Ganz dabei."

Gegen den FC Sevilla, gegen den die Gladbacher in diesem Jahr bereits drei Niederlagen kassiert hatten, brannten die Schubert-Schützlinge nach anfänglichen Schwierigkeiten ein Offensiv-Feuerwerk ab. Angetrieben vom überragenden Lars Stindl erspielten sich die Gastgeber vor 45 177 Zuschauern im stimmungsvollen Borussia-Park vor allem nach dem Seitenwechsel Chancen im Minutentakt. "Wir wollten unbedingt zeigen, dass wir auch in der Champions League gewinnen können", sagte Doppel-Torschütze Stindl. Außerdem trafen Fabian Johnson und Raffael für die Hausherren. Für Sevilla waren Vitolo (82.) und Ever Banega per Foulelfmeter (90.+1.) erfolgreich.

Abgesehen vom chancenlosen 0:3 in Sevilla zum Auftakt waren die "Fohlen" in allen anderen Partien gleichwertig und hatten sowohl Manchester City als auch Juventus Turin vor eigenem Publikum am Rande einer Niederlage. Weil sie in den Partien zuvor ihre Chancen aber nicht so konsequent nutzten, stand das Champions-League-Aus bereits vor dem Mittwoch fest. Was schade ist, weil die Borussia spätestens jetzt endgültig in der Königsklasse angekommen ist.

"Das war die Bestätigung, dass wir international voll auf der Höhe sind", sagte Torwart Yann Sommer. "Jetzt wollen wir in Manchester noch einmal auftrumpfen. Wir brauchen uns auch dort nicht zu verstecken", sagte der Schweizer Nationalkeeper. "Wir glauben daran, den dritten Platz jetzt auch zu verteidigen."

Doch selbst wenn dies in zwei Wochen nicht gelingen sollte, werde man die erste Champions-League-Saison der Club-Historie nicht als eine enttäuschende bezeichnen können. Das machte Schubert unmittelbar nach dem Sevilla-Spiel deutlich. "Ich stehe nicht mit leeren Händen da", sagte der Borussen-Coach mit Vehemenz in der Stimme.

"Womit wir dastehen, ist eine überragend gute Leistung zu Hause gegen Manchester City. Mit einem richtig guten Spiel in Turin, mit einem Heimspiel gegen Juve, wo wir dem Sieg näher waren als der Gegner und heute mit einem 4:2 gegen Sevilla", bilanzierte Schubert und wiederholte mit viel Nachdruck. "Ich und die Mannschaft stehen nicht mit leeren Händen da." Zumal der Auftritt gegen Sevilla eben auch für die Partie in Manchester alle Chancen offen lässt.

dpa

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