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Nächster Halt für Fini Sturm: Die Heim-EM

Rudern Nächster Halt für Fini Sturm: Die Heim-EM

Nächstes Karriere-Highlight für Fini Sturm: Die Ruderin des Ruder-Club-Havel Brandenburg qualifizierte sich am Sonnabend für die Heim-EM, die vom 6. bis 8. Mai auf dem Beetzsee stattfindet. Als Einstimmung warb die Lokalmatadorin am Montag gemeinsam mit Sportminister Günter Baaske (SPD) für die EM, bei der die 20-Jährige als Medaillenhoffnung gilt.

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Die Lok des RE1 fährt neuerdings mit einer Werbung für die Ruder-EM, an der auch Lokalmatadorin Fini Sturm teilnimmt.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Brandenburg. Der RE1 nach Brandenburg an der Havel, der am Montag um 11.09 Uhr den Potsdamer Hauptbahnhof verlassen sollte, fuhr erst verspätet ab. Der Grund dafür war ein sportlicher. Auf der Lok klebt neuerdings die Werbung für die Ruder-Europameisterschaft in Brandenburg an der Havel. Und Fini Sturm, die als Ruderin des RCH Brandenburg ein Heimspiel bei der EM (6. bis 8. Mai) hat, machte im Potsdamer Bahnhof Werbung dafür.

Die 20-Jährige ist eine der deutschen Medaillenhoffnungen beim „wichtigsten und größten Sportereignis in diesem Jahr im Land Brandenburg“, wie Sportminister Günter Baaske (SPD) betonte. Im vergangenen Jahr gewann die Brandenburgerin im Leichtgewichts-Doppelzweier mit Marie-Louise Dräger (Rostock) EM-Silber, bei der WM wurden sie Sechste. „Die Überseeboote, die bei uns sehr stark sind, sind zwar nicht dabei. Aber die Britinnen sind Vizeweltmeister“, sagte Fini Sturm über die Konkurrenz bei der Heim-EM.

800 Ruderer aus 35 Nationen gehen an den Start

Für die qualifizierte sie sich mit Marie-Louise Dräger im internen Ausscheidungsrennen des Deutschen Ruderverbandes am Sonnabend in Köln. Die Chancen für die Olympiateilnahme im Sommer in Rio haben sich dadurch weiter verbessert. Beide trainieren regelmäßig am Bundesstützpunkt auf dem Hohenzollernkanal in Berlin, wo Fini Sturm an der Charité Medizin studiert.

Die 800 Ruderer aus 35 Nationen können sich auf optimale Bedingungen freuen, „eine wirklich international höchsten Standards genügende Regattastrecke“, wie Ralf Holzschuher, Präsident des Landesruderverbands Brandenburg (LRV), sagte. Für ihn ist die zweite EM in Brandenburg nach 1972 auch eine Chance für den Rudersport im Land. „Es ist leider so, dass wir in den vergangenen Jahren ein bisschen kämpfen mussten um den Status als Spitzenland des Rudersportes. Da denke ich, sind wir aber wieder auf einem guten Weg, gerade auch durch so eine Veranstaltung“, meinte der ehemalige Innenminister (SPD), der seit gut einem Jahr LRV-Präsident ist. Und Baaske ergänzte: „Ich glaube, dass wir solche Ereignisse auch brauchen, um mithalten zu können mit den anderen Sportarten, die sowieso genug Zuschauer ziehen.“

Etat von gut einer Million Euro

Holzschuher ist Nachfolger von Hartmut Duif, der als Ehrenamt die EM-Organisation übernimmt. Seinem Team steht für die Ausrichtung der kontinentalen Meisterschaft gut eine Million Euro zur Verfügung. Die Stadt Brandenburg an der Havel und das Brandenburger Sportministerium steuern jeweils 150 000 Euro bei, der Bund noch einmal 100 000 Euro.

Medaillenvorgaben für das deutsche Team gebe es nicht, sagt Duif. „Meine Prognosen zur Junioren-WM 2005 und U23-WM 2008 haben sich in der Regel bewahrheitet oder sind übertroffen worden. Ich denke, dass wir in Brandenburg bei der Heim-EM bestimmt sechs bis acht Medaillen holen werden“, sagte Duif. Womöglich gehört eine dann Fini Sturm, die von Brandenburgs Bürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) als „bemerkenswerte junge Brandenburgerin“ bezeichnet wurde.

Der Zeitplan der Ruder-EM

Die Ruder-Europameisterschaft in Brandenburg an der Havel findet vom 6. bis 8. Mai auf der Regattastrecke auf dem Beetzsee statt.

Die Finalläufe finden am Sonntag (8. Mai) zwischen 10.33 Uhr und 14.33 Uhr im Viertelstundentakt statt.

„Es sind schon über 1000 Karten verkauft worden und wir erwarten über 2000 Zuschauer. Ich bin sehr optimistisch. In den letzten Tagen wird es sich sehr stark dazu hinbewegen, dass wir ein ausverkauftes Haus haben werden. Wenn wir ausverkauft sind, hat es keinen Sinn, an die Regattastrecke zu kommen“, zog EM-Organisator Hartmut Duif eine Zwischenbilanz zum Kartenverkauf.

Der Ehrenpräsident des Landesruderverbands leitet das 20-köpfige Organisationskomitee, weitere 230 Freiwillige sollen für den reibungslosen Ablauf der EM sorgen.

Karten gibt es unter der Internetadresse www.erch2016.com.

Von Stephan Henke

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