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Neid nimmt Hausaufgaben ins Olympia-Jahr: "Nix besser"

Fußball Neid nimmt Hausaufgaben ins Olympia-Jahr: "Nix besser"

Silvia Neid macht sich nichts vor: Wenn ihre Fußballerinnen bei Olympia 2016 um die Medaillen mitspielen wollen, müssen sie sich steigern. Das Testspiel gegen England war eine Maßstab.

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Bundestrainerin Silvia Neid sieht einigen Verbesserungsbedarf.

Quelle: Roland Weihrauch

Duisburg. Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio wartet noch viel Arbeit auf die deutschen Fußballerinnen. "Wir müssen unsere Technik unter Gegner-Druck und die Chancenverwertung verbessern", sagte Bundestrainerin Silvia Neid.

Die Nullnummer im letzten Länderspiel des Jahres gegen England bestätigte sie in der Einschätzung, dass die Luft für ihr Team auf höherem Niveau dünn ist. Vor fünf Monaten verloren die DFB-Frauen bei der WM in Kanada das Spiel um Platz gegen England mit 0:1 nach Verlängerung. Am Donnerstag fielen beim Testspiel in Duisburg in 90 Minuten ebenfalls keine Tore. Neid kritisch: "Seit dem Sommer ist nix besser geworden. Wir haben uns nicht weiterentwickelt." Wie bereits bei der WM blieben viele Torchancen ungenutzt, die DFB-Elf wirkte trotz mehr erarbeiteter Spielanteile nicht wirklich sicher.

Insbesondere die technischen Defizite ihrer Spielerinnen ärgerten Neid. "Auf so einem Niveau wie gegen England muss der Ball am Fuß kleben", forderte sie. In der laufenden EM-Qualifikation wurden Ungarn (12:0) oder die Türkei (7:0) zuletzt hoch bezwungen. Diese Partien seien in Hinblick auf Olympia aber kein Maßstab.

In Rio will die DFB-Auswahl um die Medaillen spielen. Die Qualifikation für das olympische Fußballturnier ist bereits geschafft. Neid will die kommenden Monate nutzen, um die Hausaufgaben für Rio zu machen. Von Vorteil sei die längere Pause zwischen dem Abschluss der Bundesliga und dem Olympia-Start im Sommer. "Anders als die WM 2015 ist Olympia erst relativ spät im Jahr. Es ist gut, dass wir die Spielerinnen vorher noch in den Urlaub schicken können", erklärte die Bundestrainerin.

Der grobe Fahrplan steht bereits. Ihr nächstes Pflichtspiel bestreiten die DFB-Frauen am 8. April in der EM-Qualifikation in der Türkei. Bereits für den März sind im Verlauf einer elftägigen Abstellungsperiode noch nicht exakt terminierte Maßnahmen vorgesehen.

Ende Mai gibt es drei Wochen Erholungspause, bevor es vom 20. Juni an in die fünfwöchige Vorbereitung auf Olympia geht. "Wir haben insgesamt vier Maßnahmen an verschiedenen Orten geplant. Jeder Lehrgang läuft zwischen fünf und acht Tagen. Wir werden in dieser Zeit intensiv an Athletik, Taktik und Technik arbeiten", erläuterte Team-Managerin Doris Fitschen die Planungen.

Torfrau Laura Benkarth (Freiburg) und Abwehrspielerin Felicitas Rauch (Potsdam) können darauf hoffen, bei Olympia zu sein. Beide feierten gegen England ihr Länderspieldebüt und holten sich ein Lob der Trainerin. Neid bescheinigte Benkarth, ein nahezu perfektes Spiel gemacht zu haben. Auch Rauch überzeugte. "Sie ist in ihrer Leistung noch ausbaufähig, hat aber Lust und hat das sehr gut gemacht", sagte Neid.

dpa

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