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Nummer eins mit Nehmerqualitäten

OSC Potsdam Nummer eins mit Nehmerqualitäten

Michael Knelangen hütet das Tor des Wasserball-Bundesligisten OSC Potsdam. Ein Spiel wie bei seinem Ex-Verein hat der 26-Jährige noch nie erlebt.

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Michael Knelangen wechselte im Sommer aus Neustadt zum OSC Potsdam.

Quelle: VEREIN

Potsdam. So etwas hat Michael Knelangen noch nie erlebt. Der Torhüter des Wasserball-Bundesligisten OSC Potsdam bekam beim 7:6-Auswärtssieg gegen den SC Neustadt einen Faustschlag ins Gesicht. Die Blutung an der Lippe war schnell gestillt, so dass der 26-Jährige das Spiel zu Ende bringen konnte. „Wichtig war, dass wir gewonnen haben, dann kann man so etwas besser verkraften“, sagt Knelangen.

In dem Match bei seinem Ex-Verein war jede Menge Feuer. Knelangen: „Ein paar gegnerische Spieler waren sehr aufbrausend. Sie haben über die Stränge geschlagen und hart gespielt. Leider sind wir teilweise mit eingestiegen.“ Der Schläger habe sich auch nach dem Spiel nicht bei ihm entschuldigt. „Er meinte, das sei Teil des Spiels. Da habe ich eine andere Auffassung“, betont Knelangen.

Spitzenspiel in Potsdam

Doch der Vorfall sei nun abgehakt. Die Konzentration gilt dem Heimspiel am Samstag (18 Uhr, Brauhausberg) gegen den SC Wedding. Der Tabellenführer (8:0 Punkte) empfängt den Zweiten (7:1) – ein Spitzenspiel. Michael Knelangen ist optimistisch, dass sich sein Team weiter oben halten kann. „Wir verbessern uns von Spiel zu Spiel.“

Der 2,03 Meter große Sportler ist die neue Nummer eins beim OSC Potsdam. Der Freiburger war mit 15 vom Schwimmen zum Wasserball gewechselt. Nach dem Abitur ging er nach Frankreich, wo er Werkstoffwissenschaften studierte und unterklassig Wasserball spielte. Zuletzt hütete Knelangen drei Jahre das Tor in Neustadt. „Aber ich habe in einem Wechsel mehr Perspektive gesehen.“ Was lag näher, als nach Berlin zu ziehen. Denn dort wohnen seine drei Brüder. Alle haben früher Wasserball gespielt, Michael ist jedoch der einzig noch Aktive. „Meine Brüder werden sich das eine oder andere Spiel anschauen.“

„Ich kann noch viel lernen“

Für den Wechsel nach Potsdam sprach auch die Arbeit unter Trainer Alexander Tchigir. „Es ist etwas Besonderes, unter einem früheren Weltklasse-Torhüter zu trainieren“, sagt Knelangen. „Ich habe gemerkt, dass ich noch viel lernen kann.“ So versucht er etwa, die Position beim Wassertreten vor dem Tor zu verändern. „Ich nehme die Knie etwas höher. Dadurch werde ich stabiler und entlaste die Arme.“ Auch seinen Blick für die Spielzüge des Gegners schärfe er in Kooperation mit Tchigir.

Knelangen ist der älteste Spieler beim OSC. Ein besonderes Standing habe er deshalb aber nicht. „Es ist egal, ob man 17 oder 25 ist. Wenn man motiviert dabei ist, bekommt man Respekt von den Mitspielern.“ Und natürlich, wenn man sich nach einem Faustschlag schüttelt und das Team zum Sieg führt.

Von Ronny Müller

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