Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 13 ° Sprühregen

Navigation:
OSC Potsdam schafft größten Vereinserfolg

Wasserball-Bundesliga OSC Potsdam schafft größten Vereinserfolg

Die Potsdamer Wasserballer ziehen nach einem 17:7 im zweiten Viertelfinalspiel gegen den SSV Esslingen ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft ein – ein Erfolg, den sie zuvor noch nie geschafft hatten. Im Halbfinale wartet auf die Mannschaft von Trainer Alexander Tchigir allerdings ein schier übermächtiger Gegner.

Potsdam 52.3905689 13.0644729
Google Map of 52.3905689,13.0644729
Potsdam Mehr Infos
Nächster Artikel
2:7-Klatsche und drohendes Aus für Kapitän Ehrhoff

Sein drittes Tor zum 11:5 war das 2000. der Potsdamer DWL-Geschichte: Center Ferdinand Korbel.

Quelle: Sandra Seifert

Potsdam. Die Wasserballer des OSC Potsdam haben es in der Best-of-three-Serie bereits im zweiten Spiel geschafft. Dank einem 17:7 (6:3, 2:0, 4:2, 5:2)- Erfolg gegen den SSV Esslingen schafften die Potsdamer am Sonnabend vor 350 Zuschauern in der Halle am Brauhausberg mit dem Einzug ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft den bisher größten Erfolg. Beim ersten Match im Schwabenland hatten die Havelstädter mit 19:10 die Nase vorn. Jetzt bekommt es die Truppe von Trainer Alexander Tchigir mit dem übermächtigen Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 zu tun.

Trainer Tchigir: „Wir sind eine geile Truppe“

„Ich hätte nicht gedacht, dass wir den Leistungsunterschied schwimmerisch und taktisch so leicht ins Wasser bringen würden“, meinte André Laube, sportlicher Leiter des OSC. Die Gastgeber hatten bei zu warmen 27 Grad Celsius Wassertemperatur mit einem schnellen 3:0-Vorsprung dem Viertelfinal-Gegner aus der Nähe von Stuttgart frühzeitig bereits die Schwimmflossen gestutzt.

Chef Tchigir formulierte es einen Zacken schärfer. „Super, wir sind eine geile Truppe. Die Burschen sind jung und frisch. Wir sind stabiler geworden und haben jetzt mehr Alternativen.“ Der Coach, der seine Mannen achtmal in der Woche zum Training bittet, wird beinahe euphorisch, was die Entwicklungsfähigkeit seiner Wasserratten anbelangt. „Bei uns wirft fast jeder Tore. Davor haben die Gegner Angst.“

Fans bekommen Sekt zum Feiern

Unter den Fans auf der Tribüne, denen nach Spielschluss ein Schluck Sekt gereicht wurde, saß auch Ulrich Popp. Er spielte einst an der Seite von Horst Stahlberg in der Tennis-Mannschaft der BSG Medizin Potsdam in der DDR-Liga. Auch die beiden Söhne griffen zum Racket. Nicht aber Enkel Thilo (19). Ihm galt die Aufmerksamkeit des 75-jährigen Opas. Thilo mit der Badekappe Nummer 4 legte als Außenspieler des OSC eine starke Partie hin. „Sechs Jahre war ich Schwimmer beim OSC“, erzählte Thilo Popp. „Das war mir aber zu langeilig geworden.“ Beim Wasserball fand er sein Glück. „Das ist eine Mannschaftssportart, die schweißt uns zusammen.“ Er spielt im zweiten Jahr in der Ersten und hat in puncto Wurftechnik und Übersicht einen Sprung gemacht. Das verführt ihn zur Aussage, was die Meisterschaft noch bringen kann: „Da ist Bronze drin.“

Thilo Popp baut an der Sportschule gerade sein Abi. Am Montag steht die Sportklausur an. Das gilt auch für Mitspieler Dennis Strelezkij. Der 18-Jährige kam vor zwei Jahren von einem Düsseldorfer Regionalliga-Verein an die Havel, war zunächst oft krank und gewöhnte sich erst allmählich an den Luftwechsel. Jetzt machte er einen riesigen Sprung und schaffte es in den A-Kader der Nationalmannschaft.

Strelezkij zum Spieler des Tages gewählt

Am Sonnabend wurde Strelezkij von beiden Schiedsrichtern und den zwei Trainern zum Spieler des Tages gewählt. Eine Szene bleibt besonders in Erinnerung. Diese offenbarte, wie viel Dynamik in ihm steckt. Er erkämpfte sauber den Ball, und ab ging die Post. Nach einem 30-Meter-Sprint schmetterte er das Streitobjekt in den Kasten.

Von Detlef Braune

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
MAZ Sportbuzzer
Finde Bundesliga-Wettquoten und mehr exklusiv bei SmartBets.