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Die sicherste Stadt der Welt

Kolumne „Trio in Rio“ Die sicherste Stadt der Welt

Zwei Familien – eine aus Brasilien, eine aus Deutschland – fahren zusammen in der U-Bahn. Die Kinder aus dem Gastgeberland tragen gelbe Trikots mit der Rückennummer 10, sie fahren zu den Ruder-Wettkämpfen. Die deutsche Familie ist seit 1996 bei jeder Olympiade dabei und fühlt sich trotz anfänglicher Bedenken „super“ in Rio.

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Rio de Janeiro

Quelle: dpa

Rio de Janeiro. Die Verbrüderung von Neymar und Thomas Müller ist rührend. Zwei Familien – eine aus Brasilien, eine aus Deutschland – fahren zusammen in der U-Bahn. Die Kinder aus dem Gastgeberland tragen gelbe Trikots mit der Rückennummer 10, sie fahren zu den Ruder-Wettkämpfen. Der deutsche Junge auf dem Sitz gegenüber ist nicht ohne sein Bayern-Trikot mit der 13 zum Beachvolleyball unterwegs. Der olympische Geist lebt auf. Die Kinder rücken auf einer Bank zusammen, die Eltern machen Fotos fürs Familienalbum. Der brasilianische Vater erzählt: „Wir waren nach dem 1:7 im Halbfinale so froh, dass Deutschland Weltmeister geworden ist – und nicht Argentinien.“

Die deutschen Touristen kommen aus Bayern. Die Eltern haben seit 1996 keine Olympischen Spiele verpasst. Ihr älterer Sohn war wegen seiner blonden Haare 2008 in Peking der Star bei den Chinesen. Sein Bruder mit dem Thomas-Müller-Trikot durfte 2012 als Dreikäsehoch das erste Mal mit nach London. Auch diesmal hat die Familie keine Zika- oder Sicherheitsdebatte gehindert, nach Rio zu reisen. „Ich hatte ja Bedenken, aber jetzt fühle ich mich super hier“, sagt die Mutter. Der Vater lächelt: „Habe ich doch gleich gesagt: Im August ist Rio die sicherste Stadt der Welt.“

Von Frank Schober

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