Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Olympiasieger Kevin Kuske vor dem Comeback

Bobsport Olympiasieger Kevin Kuske vor dem Comeback

Er ist zurück in der Eisspur. Der viermalige Bob-Olympiasieger Kevin Kuske vom SC Potsdam will nach dem Verletzungsausfall in der vergangenen Saison in diesem Winter wieder angreifen.

Voriger Artikel
Schützenfest für deutsche U21: 6:0 gegen Färöer
Nächster Artikel
3:0 gegen Belgien - DVV-Team stürmt ins EM-Viertelfinale

Der Winter kann kommen: Kevin Kuske (l.) und Christian Poser sind bereit.

Quelle: Foto: Gartenschläger

Potsdam. Er hat es noch nicht verlernt. Kevin Kuske meldet sich zurück. Als der Bobsportler jüngst einen Anschubwettbewerb mit seiner „alten Truppe“, wie er sagt, gewann, zeigte er, dass mit ihm wieder zu rechnen ist. Nach der verletzungsbedingten Pause in der Vorsaison – eine Sehne im Oberschenkel war gerissen – greift der Potsdamer wieder an und will in der Crew des Oberhofer Piloten Maximilian Arndt nicht nur zurück in die Eisspur, sondern auch in die Erfolgsspur.

Während für Arndt – mit seinem Vierertitel – und Co. die Erfolge im Februar bei den Heim-Weltmeisterschaften in Winterberg Balsam auf die tiefen olympischen Wunden von 2014 waren, hatte es Kuske vom Kopf her angesichts des Verletzungsausfalls doppelt schwer. „Das Tief liegt hinter mir, ich bin aus dem Loch quasi rausgesprintet“, gibt er einen Fingerzeig auf das umgestellte Training.

„Ich habe mich wieder mehr auf meine alten Tugenden besonnen und versucht, die Sprintfähigkeit zu verbessern. Es kommt nicht zuerst auf die Maximalkraft an, man muss das am Gerät umsetzen können. Ich bin noch nicht wieder der Alte, aber die Leistung kommt zurück“, hat der inzwischen 36-jährige Sportsoldat festgestellt.

Die ersten Fahrten in der Eisrinne und Anschubtests liegen hinter ihm. Kuske, der im Luftschiffhafen bei Athletikcoach Jörg Weber trainiert und nach wie vor bis Olympia 2018 plant, will sich in seiner alten und gleichzeitig neuen Oberhofer Mannschaft unentbehrlich machen. „Wir haben innerhalb des Teams genügend Konkurrenz“, berichtet Kuske, der fast wöchentlich den 360 Kilometer langen Trip gen Rennsteig auf sich nimmt, um mit seinen Thüringer Kollegen das Anschieben und Einsteigen zu üben. „Ich lasse mich nicht mehr aus der Ruhe bringen, der Schmerz ist weg, und ich arbeite daran, zum Höhepunkt in Höchstform zu sein.“ Das sind die Weltmeisterschaften im Februar 2016 in Innsbruck/Igls.

Nach den Deutschen Meisterschaften Mitte November in Altenberg wird Cheftrainer Christoph Langen seine Teams für die Weltcup-Saison nominieren. Dann will der Ex-Sprinter, der in seine 17. Bobsaison geht, wieder dabei sein.

Von Peter Stein

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
MAZ Sportbuzzer