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Olympische Atmosphäre im Stern-Center

Olympia-Talk Olympische Atmosphäre im Stern-Center

Einiges zu erzählen hatten die neun Brandenburger Olympioniken, die am Dienstag im Potsdamer Stern-Center den 150 Zuschauern Anekdoten und Erfahrungen aus Rio de Janeiro schilderten. Im Talk mit Eurosport-Moderator Dirk Thiele und MAZ-Sportchef Sebastian Morgner gaben sie so manches Detail aus Brasilien preis.

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Der Potsdamer Eurosport-Kommentator Dirk Thiele (l.) und MAZ-Sportchef Sebastian Morgner (r.) moderierten den Olympia-Talk mit Patrick Dogue (v.l.), Svenja Huth, Tabea Kemme, Nils Brembach, Hans Gruhne, Laura Lindemann, Jan Vandrey, Ronald Rauhe und Sebastian Brendel.
 

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam.  Die Anekdoten sprudelten nur so aus den Sportlern heraus. Neun Brandenburger Olympia-Teilnehmer stellten sich am Dienstagabend den Fragen von Eurosport-Moderator Dirk Thiele und MAZ-Sportchef Sebastian Morgner im Potsdamer Stern-Center. Der Moderne Fünfkämpfer Patrick Dogue erzählte, wie die Zuschauer und selbst seine Mutter ihn aufgrund der vertauschten Startreihenfolge zunächst für einen ägyptischen Starter hielten. Moderator Dirk Thiele bat den ersten Potsdamer Olympiasieger – Kanute Jürgen Eschert – noch um seine Meinung zum Zweier-Canadier-Gold von Sebastian Brendel und Jan Vandrey. „Jan hat in diesem Jahr einen riesigen Sprung gemacht“, begründete er das Gold der beiden Kanuten. Anschließend erzählten die Sportler vor rund 150 Zuschauern über ihre prägenden Olympia-Momente.

„Die schönsten Momente waren, als ich die deutsche Fahne ins Maracana-Stadion getragen habe und natürlich die beiden Siegerehrungen.“

Sebastian Brendel (Olympiasieger Einer-Canadier und Zweier-Canadier)

„Man hat jeden Tag etwas Außergewöhnliches erlebt, aber der Höhepunkt war schon der Wettkampf. Das Stadion hat einen regelrecht getragen.“

Patrick Dogue (6. im Modernen Fünfkampf)

„Ich bin mit drei Spielerinnen in die Favela gefahren, zunächst mit gemischten Gefühlen. Aber als wir aus dem Van gestiegen sind, wurden wir unheimlich herzlich begrüßt und wir haben mit den Kindern Fußball gespielt. Das werde ich nie vergessen.“

Svenja Huth (Olympiasiegerin im Fußball)

„Olympia ist einfach noch einmal etwas ganz anderes. Es war schon alleine ein Highlight, dabei zu sein, sich den Traum zu erfüllen, den man hat, seit man sechs Jahre alt ist.“

Laura Lindemann (28. Platz im Triathlon)

„Im Deutschen Haus habe ich nach dem Olympiasieg mit meinen Eltern getanzt, auch Onkel, Tante und Cousine waren in Brasilien dabei.“

Tabea Kemme (Olympiasiegerin im Fußball)

„Ein Moment wird mir mein Leben lang in Erinnerung bleiben. Der Punkt auf der Strecke, als ich im Endspurt merkte, wir können noch, es ist möglich, den Sieg zu schaffen.“

Jan Vandrey (Olympiasieger im Zweier-Canadier)

„Als mein Name von Platz vier auf drei sprang, das war unbeschreiblich. Ansonsten fand ich das 100-Meter-Finale der Männer mit Usain Bolt super. Krass, wie ein Mensch ein ganzes Stadion so polarisieren kann.“

Ronny Rauhe (Bronze im Einer-Kajak)

„Neben dem Zieleinlauf im Doppelvierer fand ich das 100-Meter-Finale der Männer mit Usain Bolt beeindruckend. Da war eine super Stimmung.“

Hans Gruhne (Ruder-Olympiasieger im Doppelvierer)

„Ich hatte eine Karte für den öffentlichen Nahverkehr in Rio. Die funktionierte aber nicht. Eine Brasilianerin sprach mich an und bot mir Geld, um mir ein Ticket kaufen zu können. Das fand ich sehr bemerkenswert, weil die Leute eh schon wenig haben. Die Atmosphäre beim Wettkampf war grandios. Bei 15 Kilometern war ich eigentlich völlig fertig. Aber die Fans haben mich so angefeuert, dass ich dann noch schneller geworden bin.“

Nils Brembach (38. Platz im 20km-Gehen)

Von Ronny Müller und Stephan Henke

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