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Ortmann peilt Formel-4-Meisterschaft an

Motorsport Ortmann peilt Formel-4-Meisterschaft an

Der Blumberger (Barnim) Mike David Ortmann peilt nach seinem zwölften Platz in seiner Premierensaison in der Formel 4 zum Saisonstart höhere Ziele an. Der 16-Jährige ist sich sicher: „Ich werde definitiv um den Meistertitel fahren.“ Dabei hat er sich im Winter nicht nur mit seinem Fitnesstrainer fitgehalten, sondern auch mit einem eigens auf ihn abgestimmten Rennsimulator.

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Mike Ortmann bei Testfahrten in Oschersleben.

Quelle: www.kartnet.de

Blumberg. Zu Hause, in Mike David Ortmanns Zimmer in Blumberg (Barnim), herrscht Rennfahrerfeeling. Den ganzen Winter über hat er sich zwei Stunden täglich in seinen Rennsimulator gesetzt. Drei Monitore sorgen für die komplette Rundumsicht, Pedale und das fast originale Lenkrad seines Formel-4-Wagens sorgen für höchstmöglichen Realismus. „Mit einer Spielkonsole ist das nicht wirklich zu vergleichen. Ich sitze darin in einem Sitz wie in meinem eigenen Rennauto“, sagt der 16-Jährige. Doch das digitale Rennfahren hat bald ein Ende für Ortmann, am Samstag (14.40 Uhr) und Sonntag (10.10 Uhr) stehen die ersten Rennen der neuen Saison an.

In der Rookie-Wertung vor Mick Schumacher

Es ist die zweite für den Brandenburger in der Formel 4, in der ersten ließ er bereits aufhorchen. In der Rookie-Wertung belegte er noch vor Mick Schumacher – Sohn des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher – Rang zwei, in der Gesamtwertung wurde er Zwölfter. Doch von Zufriedenheit keine Spur. „Da haben wir das Ziel knapp verfehlt, die Rookie-Wertung zu gewinnen“, sagt der Auszubildende zum KFZ-Mechatroniker. Die Ziele für die neue Saison hat er umso höher gesteckt: „Ich werde definitiv um den Meistertitel fahren.“

Die Testfahrten lassen diesen Schluss durchaus zu. Vergangene Woche gewann er eine Trainingssession in Oschersleben, wo nun auch der Saisonauftakt steigt. „Wir wussten, wie schnell wir fahren können. Das war ein super Ergebnis“, sagt Ortmann, der für das Team ADAC Berlin-Brandenburg e.V. startet.

Aufnahme in zwei Förderkader

Seine guten Leistungen blieben nicht verborgen, in dieser Saison wurde er in zwei Förderteams berufen: Die ADAC Stiftung Sport und die Speed Academy. In letzterer wurden bereits DTM-Champion und Formel-1-Neueinsteiger Pascal Wehrlein und Nico Hülkenberg gefördert. „Ich habe über den Winter megaviel verarbeitet und viel gelernt. Es waren total viele Eindrücke und Erfahrungen, die ich gesammelt habe. Jetzt weiß ich, worauf es ankommt“, sagt Ortmann.

Und für den Fall, dass er es noch nicht weiß, hat er eben seinen Rennsimulator. Zuletzt fuhr er virtuell schon auf der Strecke in Zandvoort, die er zuvor noch nicht kannte. „Ich weiß jetzt halt einfach, wie die Kurven aufgebaut sind, ich kann mir Referenzpunkte suchen. Das ist schon ein Vorteil“, sagt das Motorsport-Talent. Zwar ersetze der Simulator nicht das echte Fahren, aber eine neue Strecke lerne er dadurch viel schneller kennen.

Damit hat er die Voraussetzungen für die acht Rennwochenenden gelegt. Die erfolgreichen Tests haben bei ihm bereits Eindruck hinterlassen. „Das Gefühl, wenn man mal Schnellster war, fühlt sich super gut an. Das will man das ganze Jahr haben“, sagt Ortmann.

Von Stephan Henke

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