Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 5 ° heiter

Navigation:
Ovtcharov bucht in Baku Rio-Ticket mit Gold

Sportereignisse Ovtcharov bucht in Baku Rio-Ticket mit Gold

Mit einem starken Comeback hat Tischtennis-Star Dimitrij Ovtcharov bei den Europaspielen triumphiert und sich damit auch das direkte Ticket für Olympia 2016 in Rio gesichert.

Voriger Artikel
Severin Freund: Die Vierschanzentournee zu gewinnen, wäre ein Traum
Nächster Artikel
Mayer gegen Federer als letzter Deutscher in Halle raus

Louisa Stawczynski holt in Baku Silber vom 1-Meter-Brett.

Quelle: Srdjan Suki

Baku. Der topgesetzte Weltranglisten-Sechste bezwang in einem Final-Krimi in Baku seinen Clubkollegen Wladimir Samsonow aus Weißrussland nach 0:2- und 2:3-Satzrückstand noch mit 4:3.

Trotz einer schmerzhaften Fingerblessur will Turn-Ass Fabian Hambüchen am Samstag nachziehen und an seinem Paradegerät Reck ebenfalls nach Gold bei den Premierenspielen greifen. Die Wassersprung-Junioren holten zwei Medaillen.

In Abwesenheit des erkrankten Timo Boll dominierte Europameister Ovtcharov die Einzelkonkurrenz nach dem bitteren vierten Platz mit dem Team, musste im Endspiel aber mächtig kämpfen. Wie schon beim 4:2 im Halbfinale über den Engländer Paul Drinkhall verschlief Ovtcharov den Start, kam nach einem 1:7-Rückstand noch einmal zurück, gab aber den ersten Durchgang ab.

Auch eine Auszeit im zweiten Satz brachte zunächst keine Besserung, erst danach reduzierte der 26-Jährige seine Fehler und trieb den 13 Jahre älteren Samsonow immer wieder in die Defensive. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes und packendes Spiel auf höchstem Niveau - mit einer krachenden Vorhand zwang Ovtcharov seinen Gegner beim 11:8 im siebten Satz zum entscheidenden Fehler. Für das deutsche Team war es das sechste Gold in Baku.

Im vergangenen EM-Einzelfinale 2013 hatte Ovtcharov seinen Doppelpartner beim russischen Meister Fakel Orenburg noch mit 4:0 geschlagen. Er machte nun auch das Europa-Triple aus Siegen bei Europameisterschaft, Europaspielen und Europa-Top-16 perfekt. Nach seiner Abreise wegen einer Lebensmittelvergiftung dürfte aber auch für Boll die Olympia-Qualifikation nur Formsache sein.

Um die Rio-Chance geht es für Turnstar Hambüchen erst bei der WM in Glasgow, an seinem Paradegerät soll es aber bereits mit dem ersten Europaspiele-Titel klappen. "Die größte Chance ist am Reck, aber es muss ein perfekter Tag her", sagte der frühere Weltmeister der Deutschen Presse-Agentur.

Auch am Boden ist Hambüchen für den Endkampf der besten Sechs qualifiziert, wegen seines angeschlagenen Mittelfingers an der linken Hand verzichtet er aber auf das Finale an den Ringen. "Reelle Chancen" habe er sich dort auf eine Medaille nicht ausgerechnet. "Insofern gilt die volle Konzentration dem Boden und Reck, und ich werde noch mal mein Bestes geben", sagte Hambüchen, der versuchen will, noch einmal "so einen rauszuhauen wie die letzten Tage auch."

Sowohl im Team-Wettkampf, als es für Platz fünf reichte, als auch als Fünfter im Mehrkampf hatte Hambüchen bereits eine überragende Vorstellung am Reck geboten.

Neben Ovtcharov sorgten die Wassersprung-Junioren Frithjof Seidel und Nico Herzog sowie Louisa Stawczynski für weitere deutsche Medaillen. Nach Elena Wassens Bronze vom Turm belegten die 18-Jährigen Seidel und Herzog beim Synchronspringen vom 3-Meter-Brett ebenfalls den dritten Platz. Stawczynski gelang vom 1-Meter-Brett sogar Silber. Alle Beckenveranstaltungen werden bei den Kontinentalspielen als Entscheidungen für Junioren ausgetragen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
MAZ Sportbuzzer