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Packender Abstiegskampf: Darmstadt 2:2 gegen Stuttgart

Fußball Packender Abstiegskampf: Darmstadt 2:2 gegen Stuttgart

In der Tabelle hat Darmstadt 98 den knappen Vorsprung auf die Abstiegsplätze wieder ausgebaut. Trotzdem ist das 2:2 gegen den VfB Stuttgart eigentlich zu wenig.

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Peter Niemeyer verlängert eine Flanke mit dem Hinterkopf ins Tor der Stuttgarter.

Quelle: Ronald Wittek

Darmstadt. Nach dem Schlusspfiff lagen die Spieler von Darmstadt 98 völlig ausgepumpt auf dem Rasen. In einem packenden 2:2 (1:2) gegen den VfB Stuttgart hatte es für den Aufsteiger trotz guter Chancen wieder einmal nur zu einem Punkt in der Fußball-Bundesliga gereicht.

"Gefühlt haben wir heute für unseren Aufwand weniger bekommen, als wir verdient gehabt hätten", sagte auch Trainer Dirk Schuster nach dem Spiel. Dass das in der Rückrunde zum wiederholten Mal passiert ist und dass sich der große Außenseiter der Liga nach dem vierten Unentschieden nacheinander nur in kleinen Schritten Richtung Klassenverbleib bewegt, macht in Darmstadt dennoch niemanden nervös. "Das war heute unser bestes Heimspiel in dieser Saison. Ich bin stolz auf mein Team", betonte der Coach. "Mit diesem Auftreten und dieser Leistung werden wir auch in Zukunft weiter punkten können."

Immerhin bauten die "Lilien" ihren knappen Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf zwei Punkte aus. Der VfB ist mit aktuell 33 Punkten auch noch nicht gerettet.

Durch den zwölften Saisontreffer von Torjäger Sandro Wagner gingen die Darmstädter in der 26. Minute in Führung. Doch wie schon in den beiden vorangegangenen Spielen gegen Augsburg (2:2) und Wolfsburg (1:1) gaben sie diesen wichtigen Vorsprung wieder aus der Hand. Denn kurz vor der Pause drehte der VfB durch einen Doppelschlag von Christian Gentner (45.) und Lukas Rupp (45.+3) auf einmal das Spiel. Diese Führung hielt allerdings nicht lang, denn Peter Niemeyer erzielte schon in der 51. Minute den völlig verdienten Ausgleich.

Danach war Darmstadt dem 3:2 deutlich näher als Stuttgart und eine Doppelchance in der 84. Minute war dazu die beste Gelegenheit: Erst traf Luca Caldirola nur den Pfosten, dann Niemeyer im Nachsetzen die Latte. "Es ist Wahnsinn, dass wir in diesem Spiel keine drei Punkte geholt haben", sagte Torwart Christian Mathenia. "Hinten haben wir zwei Sonntagsschüsse kassiert und vorne fehlte uns das Glück."

Und so steckt der Aufsteiger noch immer mitten im Abstiegskampf, weil gleich zwei Dinge zusammenkommen: Das schlechte Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag. Und eine gefährliche Heimschwäche. Der letzte und bislang einzige Heimsieg der Saison liegt mittlerweile schon mehr als sechs Monate zurück. Ende September gab es ein 2:1 gegen Werder Bremen.

"Das spielt in unseren Köpfen aber keine Rolle", beeilte sich Mathenia zu sagen. "Wer das Spiel heute gesehen hat, weiß: Die Leistung war überragend, die Moral auch. Jetzt hoffe ich, dass es nächste Woche in Hamburg rappelt."

Der VfB agierte vor 17 000 Zuschauern zeitweise pomadig. Das zeigte allein der unkonzentrierte und völlig missglückte Rückpass, mit dem Serey Dié die Darmstädter 1:0-Führung einleitete. Bei den wenigen gefährlichen Aktionen zeigte sich aber, welches spielerische Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Beide Tore wurden jeweils von Kostic schön vorbereitet und dann von Gentner und Rupp per Direktabnahme vollendet.

"Wir können mit dem Punkt leben. Unser Abstand nach unten ist wieder um einen Punkt größer geworden", sagte Sportdirektor Robin Dutt. Gegner Darmstadt drückt er im Abstiegskampf ebenfalls die Daumen. "Vielleicht halten sie die Klasse. Sie hätten es verdient."

dpa

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