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Paddeltour mit dem dreifachen Olympiasieger

SOS-Kinderdorf Paddeltour mit dem dreifachen Olympiasieger

Schon die Vorfreude war bei den Kindern des SOS-Kinderdorf Brandenburg groß: Der dreifache Kanu-Olympiasieger Sebastian Brendel hatte 15 von Ihnen zu einer Paddeltour auf dem Templiner See in Potsdam eingeladen. Nach einem Wettrennen zwischen den zwei Booten gab es anschließend eine Stärkung vom Grill. Für den zweiten Teil des Trainings war die auch notwendig.

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Sebastian Brendel (l.) paddelt mit Jacqueline (r.) und weiteren Kindern und Mitarbeitern aus dem SOS Kinderdorf auf dem Templiner See.

Quelle: Stephan Henke

Potsdam. Der dreifache Olympiasieger überprüfte die Ausrüstung höchstpersönlich. „Haben alle ein Paddel? Haben alle eine Schwimmweste?“, fragte Sebastian Brendel die 15 Kinder aus dem SOS-Kinderdorf Brandenburg/Havel, die sich an den Kanu-Booten im Potsdamer Luftschiffhafen versammelt hatten. Zwei kräftige „Ja“ folgten. „Dann tragen wir jetzt die Boote ins Wasser“, gab der 28-Jährige die Anweisung. Wenige Minuten später saßen die Kinder und Mitarbeiter in zwei Booten und fuhren am Sonntag raus auf den Templiner See.

Brendel hilft bei der Initiative „Wir stärken Kinder“

Der Ausflug war Teil der Initiative „Wir stärken Kinder“ vom SOS-Kinderdorf und Sportdeutschland.TV. „Ich wollte nach den Olympischen Spielen eh etwas für Kinder machen, ein bisschen was weitergeben. Da hat die Anfrage vom DOSB und Sportdeutschland.TV super gepasst“, erzählte Brendel, wie es zum gemeinsamen Bootsausflug kam. Bei der Initiative sollen Profisportler wie Julius Brink (Beachvolleyball), Tobias Strobl (Fußball, Borussia Mönchengladbach) und eben Brendel den Kindern vermitteln, was Teamgeist, Motivation und Begeisterung bedeuten.

Die Kinder waren dabei enthusiastisch am Paddeln. „Das ist schon cool mit einem Olympiasieger im Boot zu sitzen“, sagte Jacqueline. Die 17-Jährige hat schon länger ein Faible fürs Paddeln, zumal das SOS-Kinderdorf neuerdings auch eine Kanu-Station in Brandenburg hat. „Das ist nicht das erste Mal auf dem Wasser“, berichte Jacqueline, die im Olympiasieger-Boot in der ersten Reihe saß. „Ich wäre lieber im anderen Boot gesessen, dann würden wir auch gewinnen“, so Jacqueline schon vor der Abfahrt zum Rennen. Denn im anderen Boot saß ebenfalls ein erfolgreicher Kanute: Eckhard Leue, der Vater von Brendels Freundin und Olympia-Bronzemedaillengewinner von 1980. Am Ende konnten sich alle freuen, das Rennen endete unentschieden.

Gerätetraining im Kraftraum

Nach der gut einstündigen Ausfahrt gab es für die Kinder eine Stärkung vom Grill. Die war nötig, schließlich ging es anschließend in den Kraftraum am Potsdamer Luftschiffhafen. „Wir haben alle möglichen Geräte probiert, sie waren richtig interessiert“, erzählte Brendel, der vor zwei Monaten in Rio zweimal und in London vor vier Jahren einmal Gold gewann.

Bei den Kindern kam das Programm offenbar gut an. „Sie haben mich schon eingeladen, dass ich sie besuche. Und ich bin ja oft in Brandenburg an der Regattastrecke“, kündigte Brendel bereits den Gegenbesuch an.

Von Stephan Henke

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