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Paralympics: Schwimmer hochmotiviert für Rio

SC Potsdam in Brasilien Paralympics: Schwimmer hochmotiviert für Rio

Der SC Potsdam hat am Mittwoch die Schwimmer Maike Naomi Schnittger und Torben Schmidtke zu den Paralympics nach Rio verabschiedet. Beide Behindertensportler sind top vorbereitet und hochmotiviert.

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Maike Naomi Schnittger (l.) und Torben Schmidtke.

Quelle: Peter Stein

Potsdam. Die Powerbank werden Maike Naomi Schnittger und Torben Schmidtke gut gebrauchen können, um ständig im Austausch mit ihrer Heimtrainerin Dörte Paschke zu bleiben. Das mobile Ladegerät fürs Handy, das die beiden Paralympicsschwimmer am Mittwoch von ihrem Verein SC Potsdam überreicht bekommen haben, wird dafür sorgen, dass die Verbindung zwischen Brasilien und daheim nicht abreißt.

Höhentraining zahlt sich aus

Die beiden sind zwei von insgesamt neun Behindertensportlern aus Brandenburg, die vom 7. bis 18. September an den Paralympischen Spielen in Rio teilnehmen. Und im Hinblick auf das medaillenlose Abschneiden der deutschen Schwimmer bei den gerade beendeten Sommerspielen bemerkte Schmidtke: „Da ist ja noch Luft nach oben.“ Der Silbermedaillengewinner von London 2012 will sein Abschneiden aber nicht allein an Medaillen festmachen. „Wenn ich Bestzeit schwimme, bin ich zufrieden, egal, was dabei herauskommt. Ich fühle mich sehr gut in Form.“ Im Gegensatz zu seiner Potsdamer Schwimmkollegin hat der Bundespolizist viel in der Höhe trainiert, war allein dreimal in der Sierra Nevada in Spanien. „Mein Körper spricht gut auf die Höhe an, meine Leistungswerte sind top, ich kann Bestzeit schwimmen.“ Gelingt ihm das in Rio, sollte gerade auf seiner Spezialstrecke 100 Meter Brust ein Podestplatz drin sein. Der 27-Jährige tritt in der Schadensklasse SB 6 an, hat eine Verkürzung beider Beine und am linken Arm.

Straffes Programm in Rio

Maike Naomi Schnittger, die nur noch eine Sehfähigkeit von 1,9 Prozent hat, ist in der S12 eingestuft und hat in Rio ein straffes Programm vor sich. Sie startet über 50, 100 und 400 Meter Freistil und gleich am ersten Wettkampftag (8. September) über 100 Meter Schmetterling. „Wenn ich jedes mal den Endlauf schaffe, und das ist mein Ziel, sind das acht Starts in zehn Tagen. Ich werde alles geben. Das kann ich versprechen. Wenn dabei am Ende eine Medaille rauskommt, wäre das ein Traum.“ Vor vier Jahren in London wurde sie zweimal Siebte, hatte aber drei Wochen zuvor eine Blinddarm-Operation. Zuletzt absolvierte die 22-jährige Psychologiestudentin Trainingslager auf Mallorca und auf dem Rabenstein in Sachsen. Sie sagte: „Jetzt wird es aber höchste Zeit, dass die Paralympics losgehen. Ich habe vier Jahre darauf hingearbeitet.“ In einer Woche fliegen sie nach Rio.

Von Peter Stein

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