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Patrick Dogue entspannt beim Camping

Moderner Fünfkampf, OSC Potsdam Patrick Dogue entspannt beim Camping

Bei den Olympischen Sommerspielen in Rio hatte Patrick Dogue einen starken Auftritt. Der Moderne Fünfkämpfer vom OSC Potsdam lag lange auf Medaillenkurs und wurde am Ende Sechster. Nun kann er den Erfolg genießen.

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Patrick Dogue bei der Ankunft aus Rio.

Quelle: foto: Julian Stähle

Potsdam. Nun fängt die Zeit des Genießens an. Bisher konnte der Moderne Fünfkämpfer Patrick Dogue seinen sechsten Platz bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro noch gar nicht richtig auskosten. Zunächst stolperte er aus dem Flieger in den Begrüßungstrubel am Flughafen Berlin-Tegel. Nur einen Tag später zog der 24-Jährige um. „Mein Block in Potsdam-West wird saniert, da musste ich raus.“ Nun ist er Teil einer Sportler-Wohngemeinschaft. Zu den neuen Mitbewohnerinnen des Sportsoldaten zählt die Fußball-Olympiasiegerin Tabea Kemme von Turbine Potsdam.

Mit Olympiasiegerin Tabea Kemme in einer WG

Dass in ihrem Zimmer eine Medaille hängt und in Dogues nicht, stört ihn nicht. Obwohl er im abschließenden Combined nur um 9,03 Sekunden an Bronze vorbeigeschrammt ist. „Ich bin super zufrieden“, sagt Dogue. Denn schon eine Top-15-Platzierung wäre ein großer Erfolg gewesen.

Doch mit einem hervorragenden Abschneiden im Fechten stieß er in die Spitze auf den zweiten Platz vor. Im Schwimmen fiel er zurück, holte aber in der Bonusrunde des Fechtens und beim Reiten wieder auf. Vor dem Combined, einer Mischung aus 3200 Meter Laufen und vier Mal Schießen, hatte er als Vierter einen Rückstand von 25 Sekunden auf Bronze. Machbar. Doch elf Fehlschüsse ließen den Traum platzen. „Ich war nervös, aber eigentlich nicht übermäßig. Schade, dass ich im Schießen ziemlich verrissen habe“, schätzt er seine Leistung ein. Im Finish um Bronze musste er klein beigeben. „Die vier stärksten Läufer des Feldes sind um Rang drei gerannt, das Abschneiden ist daher für mich keine Schande.“ Demnächst werde der Wettkampf analysiert, um für künftige Rennen zu lernen. Denn Rio gibt dem Potsdamer Rückenwind. „Es lief insgesamt eigentlich ganz gut. Ich habe für mich selbst Sicherheit gefunden, dass ich öfter vorne dabei sein kann. Das gibt mir Kraft für die nächsten vier Jahre bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio.“

Zum Campen an die Ostsee

Doch zunächst ist ein wenig Entspannung angesagt. Mit Freunden ist Dogue für eine Woche zum Campen nach Graal-Müritz an die Ostsee gefahren. Dann muss er sicher noch mal seine Eindrücke aus Rio wiedergeben, wo er sich etwa das Finale über 100 Meter der Herren mit Olympiasieger Usain Bolt anschaute. Auch an seinen eigenen Wettkampf wird er sich gern erinnern. „Je größer der Abstand zum Wettkampf wird, umso zufriedener bin ich.“

Von Ronny Müller

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