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Peps "Bye-bye" rückt näher - Ancelotti, bitte übernehmen?

Fußball Peps "Bye-bye" rückt näher - Ancelotti, bitte übernehmen?

Die Quellenlage ist dünn: Trotzdem wäre nur noch ein Verbleib von Pep Guardiola beim FC Bayern über 2016 hinaus eine Überraschung. Auch Robben glaubt, dass der Trainer seine Zukunftsentscheidung schon "im Kopf" hat. Ein namhafter Nachfolger soll auch schon bereitstehen.

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Arjen Robben würde gerne weiter mit Trainer Pep Guardiola zusammenarbeiten.

Quelle: Uli Deck

München (dpa) - Pep Guardiolas Weihnachtsüberraschung ist offiziell noch gar nicht gelüftet, da werden in der aufgeregten Fußballwelt rund um den FC Bayern schon munter die Zukunftsszenarien skizziert.

Der vereinslose Italiener Carlo Ancelotti, der mit Real Madrid auf dem Weg zum Champions-League-Triumph 2014 auch die Bayern mit Guardiola im Halbfinale demütigte, wird als Nachfolger propagiert.

Fakt ist: Der Kreis derer, die ein Bye-bye von Guardiola nach Erfüllung seines 2013 angetretenen Dreijahresplanes in München erwarten, nimmt rasant zu. Englands finanzkräftige Spitzenclubs sollen sich bereits ein Wettbieten um den Katalanen liefern.

Belastbare Quellen für Guardiolas Abschied aus München und Ancelottis Ankunft im Sommer 2016 gibt es nicht. Von einer Verlängerung der Zusammenarbeit mit ihrem aktuellen Chef gehen aber auch die Münchner Profis nicht mehr unbedingt aus. "Beide Entscheidungen würden mich nicht überraschen", sagte Arjen Robben im "BR Sport".

Auch die Mannschaft sehnt ein Ende des Versteckspiels herbei. "Diese Fragen und Diskussionen gehen schon so lange, darüber gibt es nichts mehr zu sagen", sagte Robben. Auf die Frage nach seinem Gefühl antwortete der 31 Jahre alte Holländer: "Wir müssen warten, was der Trainer entscheidet. Er hat es in seinem Kopf, glaube ich."

Hat Guardiola die Bayern-Bosse schon informiert? Bislang lautete der Zeitplan: Nach dem letzten Bundesligaspiel am Samstag in Hannover werde es zum finalen Treffen des so umgarnten Trainers mit dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge kommen. "Das Gespräch wird stattfinden, und dann werden wir die Entscheidung mitteilen", hatte Rummenigge unlängst verkündet. War es nur ein Zeitgewinn?

Guardiola hatte auch nach dem Einzug ins Pokal-Viertelfinale gegen Darmstadt auf eine Antwort nächste Woche verwiesen. In seiner Heimat Spanien vermeldeten Medien dafür schon seinen Abschied. Die Sportzeitung "Marca" und der Radiosender Cadena Cope ernannten am Donnerstag auch gleich einmal Ancelotti fix zum nächsten Bayern-Coach. Offizielle Belege lieferten die Medien nicht.

Bis zu offiziellen Verlautbarungen aus der Bayern-Zentrale an der Säbener Straße müssen Indizien und Deutungen genügen. "Trainer kommen, Trainer gehen irgendwann auch", hatte Rummenigge gesagt.

Guardiolas Abschied wäre eine Zäsur, aber kein Untergang für den FC Bayern, der mit einer intakten Mannschaft und seiner Finanzkraft bestens aufgestellt ist. "Es geht immer weiter. Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der irgendwann nicht zu ersetzen sein muss", bemerkte Rummenigge auch. Für ein internes Reizklima sorgt aktuell eher ein neuer Ärztestreit, von dem das Fachmagazin "Kicker" am Donnerstag angesichts der neuen, schweren Verletzung von Franck Ribéry (Muskelbündelriss) kurz nach dessen Comeback berichtete.

Für Trainer ist der FC Bayern eine attraktive Adresse in Europa. Ancelotti wäre eine naheliegende Lösung. Der 56-Jährige hat mit dem AC Mailand (2003, 2007) und Real Madrid (2014) die Champions League gewonnen. Er kann ein Starensemble führen. Der Italiener müsste - so wie es dem Spanier Guardiola halbwegs gelang - Deutsch lernen.

Weltmeister Joachim Löw wäre der deutsche Topkandidat. Aber der 55-Jährige gilt als loyal (Vertrag beim DFB bis 2018), genießt das Bundestrainerleben und hat die EM 2016 und WM 2018 im Visier.

Noch ist Guardiola aber gar nicht weg. Für den Katalanen ist ohnehin die Gegenwart in München entscheidender als die Zukunft. Im dritten Jahr muss beinahe der große Wurf gelingen. Der Anspruch, "gewinnen, gewinnen, gewinnen", stresst Guardiola. Der Trainerjob, so wie er ihn betreibt, raubt Energie. Beim FC Barcelona hielt er vier Jahre durch. Dann nahm er eine Auszeit, lebte mit Familie ein Jahr in New York.

Die Bayern haben Guardiola einen noch mal aufgepeppten Kader bereitgestellt. Die Zeit für den großen Wurf 2016 scheint reif. "Ich spüre das: Wir haben eine Chance, in diesem Jahr alles zu packen", sagte Rummenigge in der Rede auf der internen Weihnachtsfeier. Eine Ansage, die eigentlich nicht an die Öffentlichkeit dringen sollte.

Robben sieht es ähnlich: "Wir haben uns noch mal als Mannschaft entwickelt. Wir sind jetzt im dritten Jahr mit Guardiola. Ich denke, in jedem Jahr unter ihm haben wir einen Schritt gemacht, auch diese Saison." Ob Guardiola geht oder bleibt, 2016 wird zur Nagelprobe. Mit ungewissem Ausgang, so Robben: "Am Ende geht es um die Spiele im April, Mai. Da musst du präsent sein und eine Topleistung bringen."

dpa

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