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Potsdam Royals auf dem Weg in die erste Liga

American Football Potsdam Royals auf dem Weg in die erste Liga

Das war eine Machtdemonstration der Potsdam Royals: Der souveräne Zweitligameister gewann am Sonnabend das Relegationshinspiel zur ersten Liga (GFL) mit 55:12 bei den Berlin Adlern. Die Potsdamer ließen dem Gastgeber zu keiner Zeit eine Chance und stehen schon mit mehr als einem Bein in der höchsten deutschen Liga.

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Der erste Streich: David Saul (liegend) erzielt den ersten Touchdown bereits nach knapp eineinhalb Minuten.

Quelle: Gerhard Pohl

Berlin. Jacob Tucker bemühte ein kulinarisches Bild, um die Gemütslage der Potsdam Royals zu beschreiben. „Wir können das Essen schon riechen“, sagte der Quarterback des Zweitligameisters nach dem 55:12-Sieg gegen die Berlin Adler am Samstag im Relegations-Hinspiel zur ersten Liga. Es riecht also nach erster Liga für die Potsdamer Footballer, meinte Tucker, der selbst einen großen Anteil an der perfekten Ausgangslage für das Rückspiel am 30. September (15.30 Uhr, Stadion Luftschiffhafen) hatte.

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Im Hinspiel der Relegation zur ersten Liga demontiert der Zweitligameister aus Potsdam den Berliner Traditionsverein.

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Tucker war damit so etwas wie der Chefkoch der Royals. Zwei Touchdowns erzielte der Spielmacher selbst, außerdem überzeugte er mit präzisen Pässen und jeder Menge Läufe. Doch den ersten Punktgewinn der Royals nach nur knapp eineinhalb Minuten bereitete er nicht vor. Vielmehr war es eine Energieleistung von David Saul, der einen Ball blockte und anschließend noch in die gegnerische Endzone trug. Mit dem frühen 7:0, den Extrapunkt machte Patrick Felber, hatten die Potsdamer den Gastgebern früh klargemacht, wohin die Reise geht. Schnell setzten die Potsdamer nach, Tucker erhöhte per Touchdown auf 13:0, Frederik Myrup Nielsen zum 20:0, Enrico Stiegemann auf 27:0 – jeweils veredelt durch einen Extrapunkt von Felber. Somit stand es schon zur Pause 28:0 für die Potsdamer. Für die rund 400 mitgereisten Royals-Fans im Berliner Poststadion Grund zu feiern.

Potsdam gewann alle 15 Saisonspiele

Spätestens als der überragende Defensivspieler Michael Reynolds kurz nach der Pause auf 34:0 und Calvinaugh Jones auf 41:0 erhöhten, war klar, dass die Royals nichts mehr anbrennen lassen. „Potsdam ist viel schöner als Berlin“, sangen die Royals-Anhänger. Am Ende hieß es 55:12 – ein komfortables Polster für das Rückspiel. „Wir wollen eine ungeschlagene Saison“, sagte Tucker und spielte damit auf die bisherigen 15 Siege (14 in der Liga, einen in der Relegation) an.

Dabei brachte Tucker dem sichtlich verunsicherten Gegner seinen Respekt entgegen. „Berlin ist immer noch ein Erstligateam. Wir haben heute Spielzüge gesehen, die wir die ganze Saison von unseren Gegnern noch nicht gesehen haben, egal, welche Bilanz sie haben“, sagte der Quarterback, der erst nach dem Schlüsselbeinbruch von Stamm-Quarterback Zach Shaw Mitte der Saison verpflichtet wurde.

„Wir waren vor dem Spiel in der Favoritenrolle“

Denn die Adler wurden in der ersten Liga regelmäßig gerupft, verloren 13 Partien in Serie und wurden Tabellenletzter in der Staffel Nord. „Man hat schon gemerkt, dass sie etwas verunsichert sind und Fehler gemacht haben. Aber das ist ein junges, talentiertes Team“, sagte Royals-Cheftrainer Michael Vogt nach der Partie.

Die Deutlichkeit des Ergebnisses überraschte Vogt, der seit elf Jahren Trainer der Royals ist. „Wir waren vor dem Spiel in der Favoritenrolle, dass es jetzt so deutlich ausging, ist umso schöner. Hätte mir jemand vor der Partie gesagt, wir gewinnen 55:12, hätte ich das sofort unterschrieben“, sagte der Trainer.

Von Stephan Henke

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