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Potsdam Royals vor der Krönung

Football Potsdam Royals vor der Krönung

Die Footballer der Potsdam Royals kämpfen in der Relegation nach einer ungeschlagenen Saison gegen die Berlin Adler um den Aufstieg in die erste Football Liga. Für die Footballer sind es die ersten Relegationsspiele, aber nicht der erste Aufstieg.

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Die Potsdam Royals (schwarze Trikots) gewannen alle 14 Saisonspiele. Ihre Heimspiele tragen sie im Stadion Luftschiffhafen aus.

Quelle: Gerhard Pohl

Potsdam. Bislang war es für die Potsdam Royals eine perfekte Saison. 14 Spiele, 14 Siege – die königlichen Footballer legten eine grandiose Spielzeit in der Nordstaffel der zweithöchsten deutschen Liga, der German Football League 2 (GFL2) hin. Am Sonnabend steht das bislang wichtigste Saisonspiel auf dem Programm. In der Relegation zur ersten Liga reisen die Royals zum Traditionsverein Berlin Adler (15 Uhr, Poststadion), genau zwei Wochen später steht das Rückspiel in Potsdam an.

Es könnte die Krönung für die herausragende Leistung werden – die Potsdamer stellten die beste Offensive und Defensive der Liga. „Wir haben eine super Saison gespielt, haben nicht nachgelassen und im letzten Spiel gezeigt, dass wir unser Pulver noch nicht verschossen haben“, sagt Cheftrainer Michael Vogt. „Ich bin zuversichtlich, dass wir aufsteigen können.“

Trainer der ersten Stunde

Vogt ist dem Verein seit der ersten Stunde treu. 2005 wurde der Verein als Abteilung des SC Potsdam gegründet. Vogt war damals noch Spieler, seit 2007 ist der 38-Jährige ehrenamtlich Trainer. Es folgte der stetige Aufstieg von der Landes- über die Ober- bis in die Regionalliga. Doch 2010 bekam die Erfolgsgeschichte einen Knick. Als Regionalligameister hätte die Mannschaft in der darauffolgenden Saison eigentlich in die GFL2 aufsteigen dürfen. Doch der Trägerverein lehnte ab, 2011 nahmen die Royals nicht am Spielbetrieb Teil.

Es folgte der Bruch mit dem SCP, der ehemalige Förderverein wurde umgewidmet und die Royals starteten aus der niedrigsten Liga erneut einen Durchmarsch. Drei Spielzeiten nacheinander wurden sie Meister, 2015 spielten sie erstmals in der GFL2, 2016 wurden sie Dritter. „Wenn man Dritter geworden ist, dann ist es schwierig zu sagen, man will in der nächsten Saison Zweiter werden“, sagt Vogt – das Ziel Meisterschaft war damit gesetzt.

Zurückgekehrter Quarterback Zach Shaw (m

Zurückgekehrter Quarterback Zach Shaw (m. Ball)

Quelle: Gerhard Pohl

Dieses wurde souverän erreicht, selbst vom Ausfall ihres Quarterbacks Zach Shaw wegen eines Schlüsselbeinbruchs ließen sich die Royals nicht aus der Ruhe bringen. Der kurzfristig verpflichtete Ersatzspielmacher Jacob Tucker füllte die Lücke nahtlos. Inzwischen ist Shaw wieder fit, somit stehen Vogt zwei starke Spielmacher für die beiden Relegationsspiele zur Verfügung.

Die Faszination für den amerikanischen Volkssport ist inzwischen auch bei den Fans angekommen, im Schnitt kommen mehr als 1000 Zuschauer ins Stadion Luftschiffhafen. „Für das Rückspiel rechnen wir mit 2000, eher mehr“, sagt der Vorsitzende Stephan Goericke, zugleich Geschäftsführer des Hauptsponsors. Mit seinem Einstieg bekam der Verein 2016 noch ein bisschen Spielraum bei den Verpflichtungen der amerikanischen Leistungsträger, auch wenn er sagt: „Wenn sie in Amerika bleiben würden, würden sie mehr verdienen.“

Kam später

Kam später: Quarterback Jacob Tucker (m. Ball)

Quelle: Gerhard Pohl

Auf einen hohen fünfstelligen Betrag beziffert Vogt den Saisonetat. Wobei davon schon knapp ein Zehntel für die Trainingszeiten in Kleinmachnow draufgehen. Anders als andere Potsdamer Vereine bekommen die Royals nicht ihre Trainingsstätten umsonst, es ist schlicht kein Platz. „Theoretisch haben wir das Potenzial für drei weitere Mannschaften, haben aber keinen Sportplatz. Es ist wirklich traurig, dass wir Kindern und Jugendlichen sagen müssen, dass wir sie nicht aufnehmen können“, erzählt Vogt und fordert mehr Unterstützung von der Stadt, in der es bald einen Erstligisten mehr geben könnte.

Von Stephan Henke

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