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Potsdam macht den Flügel stark

Handball-Heimspiel gegen Hannover Potsdam macht den Flügel stark

Caspar Jacques hat seine Chance beim Handball-Drittligisten genutzt. Der Linksaußen trumpfte in den beiden vergangenen Spielen auf und will auch am Sonntag gegen Hannover auflaufen. Allerdings gibt es da noch ein kleines Problem.

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Voller Tatendrang: VfL-Linksaußen Caspar Jacques (r.) ist in dieser Saison gereift.

Quelle: Benjamin Feller

Potsdam. Welch ein Glück, dass der Vertreter für den verletzten Linksaußen Julius Dierberg beim Handball-Drittligisten VfL Potsdam sofort eingeschlagen hat. Caspar Jacques kam zuletzt zweimal über die volle Spielzeit zum Zuge und nutzte seine Chance. Auch am Sonntag beim ersten Rückrundenspiel wird der 20-Jährige gefordert. Der VfL tritt am Sonntag um 16 Uhr in der MBS-Arena gegen den HSV Hannover an.

Konterspezialist Dierberg, mit bisher 67 Treffern zweitbester Torschütze der Potsdamer nach Philipp Reuter (78), hatte sich am 25. November beim Training den rechten Zeigefinger gebrochen. Zwei Tage später lief er in der MBS-Arena gegen den Dessau-Rosslauer HV mit einer Plastikschiene trotzdem aufs Parkett. „Es hat sich schon komisch angefühlt und ein bisschen weh getan, aber es ging“, so Dierberg. Nach dem Gang zum Arzt zog der Doktor ihn aus dem Verkehr. „Wegen des glatten Bruchs bin ich um eine Operation herumgekommen.“

Sieben Tore gegen Großburgwedel

Dierberg fehlt auch am Sonntag, und Jacques bangt um seinen Einsatz. Beim 29:26-Sieg am vergangenen Wochenende bei der TS Großburgwedel fiel der Blondschopf mit sieben Toren auf. Doch dann kribbelte es in der Nase. „Ich habe mir eine Erkältung zugezogen“, sagt der Rechtshänder. „Aber bis Sonntag will ich auf jeden Fall wieder fit sein. Ich muss es, weil Julius ausfällt.“ Seine Genesungsmaßnahme: „Tee trinken und abwarten.“

Der gebürtige Berliner Jacques, dessen Vorfahren Hugenotten waren, besuchte zunächst die Sportschule in der Hauptstadt und spielte bei den Füchsen. „Die Wege waren aber zu weit, deshalb bin ich vor vier Jahren an die Sportschule in Potsdam gewechselt.“ Der gertenschlanke Akteur fasste schnell Fuß. Vor zwei Jahren beim Aufstieg der A-Jugend des VfL Potsdam in die Bundesliga führte er die Jungtruppe auf Rang neun in der Nordstaffel.

Zweitspielrecht für Werder

Der VfL hatte mit ihm einen weiteren hoffnungsvollen Spieler ausgebildet. Doch der Sprung zu den Männern wird keinem Youngster leicht gemacht. „Ich wurde im Sommer 2014 zwar nicht ins kalte Wasser geworfen, bekam einige Einsatzzeiten in der Ersten, konnte aber keinen Stammplatz beanspruchen.“ Als Jüngster musste er sich hochdienen. Das Schleppen der Wasserkisten und Kaffee kochen gehörten dazu. Die Vorbereitung auf die Saison hatte er auch beim Kooperationspartner Grün-Weiß Werder bestritten, wo er anschließend mit einem Zweitspielrecht überwiegend für den Oberligisten auflief.

Die Lehrjahre sind vorbei, aber ihm bleibt die Rolle hinter Dierberg, wenn der Konkurrent wieder fit ist. „Jule spielt eine Supersaison“, meint Jacques anerkennend. Seine Fortschritte in einem intakten Team verdankt er auch Jens Deffke. „Ich spüre das Vertrauen des Trainers“, so der junge Linksaußen. „Er nimmt mich beim Traning beiseite und erklärt vieles mit aufmunternden Worten.“

Von Detlef Braune

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