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Potsdamer Diener setzt auf zweite Chance

Schwimm-WM Potsdamer Diener setzt auf zweite Chance

Bei den Schwimm-Weltmeisterschaften im russischen Kasan tritt der Potsdamer Christian Diener am Donnerstag zum Vorlauf über 200 Meter Rücken an. Nachdem er über 100 Meter Rücken unter den eigenen Erwartungen blieb, will er es nun besser machen.

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Christian Diener nach dem Vorlauf bei der WM in Kasan.

Quelle: Foto: dpa-

Kasan. Am Donnerstag tritt Christian Diener vom 1. Potsdamer Schwimmverein bei der WM im russischen Kasan zum Vorlauf über 200 Meter Rücken an. Auf seiner Spezialstrecke wurde der 22-jährige Sportsoldat im Vorjahr in 1:57,14 Minuten Vizeeuropameister.

MAZ: Über 100 Meter Rücken sind Sie nach dem Vorlauf als 24. ausgeschieden. Was lief schief?

Christian Diener: Natürlich bin ich enttäuscht. Ich wollte mit dem Kopf durch die Wand, ich war ein wenig übermotiviert. Jedenfalls habe ich etwa zehn Armzüge mehr gemacht als gewöhnlich. Der Aufwand hat meine Kräfte überstiegen. Die Frequenz hat nicht gestimmt. Das war mein Todesstoß.

Welche Schlüsse ziehen Sie daraus für die doppelte Strecke?

Diener: Ich fühle mich eigentlich richtig gut. Ich darf aber nicht wieder mit dem Kopf durch die Wand. Ich muss da mit kühlem Kopf rangehen, werde daher nicht so schnell anschwimmen, wie ich das sonst immer mache, damit die Sache nicht nach hinten losgeht. Ich will auf jeden Fall meine Bestzeit unterbieten und zeigen, dass ich gut trainiert habe.

Wie gefällt Ihnen das Fluidum bei der WM?

Diener: Das ist eine ganz andere Nummer als eine EM. Ich bin auch erstaunt, wie die Konkurrenz hier reinhaut. Viele Schwimmer, die ich vor ein paar Wochen noch hinter mir gelassen hatte, waren über 100 Meter nun schneller als ich. Bei diesen Steigerungen bekommt man schon das Staunen.

Die WM findet in einem mobilen Pool statt, der in ein Fußballstadion gebaut wurde. Kommen Sie klar?

Diener: Die Organisation ist perfekt. Am Schwimmbecken hat es nicht gelegen, dass ich nicht so gut geschwommen bin. Die große Zuschauerkulisse macht richtig Spaß, da sind bestimmt 10 000 Fans dabei. Die WM ist eben die ganz große Bühne.


Von Peter Stein

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