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Potsdamer Duo sitzt bei der WM im Achter

Rudern Potsdamer Duo sitzt bei der WM im Achter

Stella Bleich und Daniela Schultze vom Ruderclub Potsdam haben sich für die Weltmeisterschaften qualifiziert. Das Duo sitzt im deutschen Frauen-Achter. Außerdem sind Ronja Fini Sturm vom RC Havel Brandenburg im leichten Doppelzweier und Hans Gruhne vom RC Potsdam im Doppelvierer bei der WM dabei.

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Stella Bleich (l.) und Daniela Schultze freuen sich auf die WM.

Quelle: Foto: Lux

Potsdam. Nein, mit dem berühmten Deutschland-Achter wollen sie sich nicht vergleichen. „Angesichts der Erfolge der Männer stehen wir ein bisschen im Schatten. Wir haben damit kein Problem“, sagt Daniela Schultze. Die 24-Jährige vom Ruderclub Potsdam sitzt wie ihre Vereinsgefährtin Stella Bleich im Frauen-Achter bei den am Sonntag in Aiguebelette/Frankreich beginnenden Weltmeisterschaften. Für beide ist das ein gelungenes Comeback.

Daniela Schultze gehörte bereits 2012 in London zum deutschen Olympia-Achter und belegte Platz sieben. Danach jedoch warfen sie Verletzungsprobleme zurück. Im Vorjahr begann die gebürtige Cottbuserin als Skullerin ein Aufbautraining. Da traf es sich gut, dass auch Stella Bleich nach einem Jahr Pause wegen Pfeifferschem Drüsenfieber wieder loslegen konnte. Beide boten sich zu Jahresbeginn in der Riemenklasse Zweier ohne an, schafften bei der nationalen Qualifikation den vierten Platz und ergatterten sich erst einmal einen Sitz im Großboot. Nach vielen weiteren Ausscheidungen – unter anderem bei Weltcups – und weiteren Umbesetzungen haben sich die acht Frauen plus Steuerfrau zuletzt drei Wochen in Ratzeburg in der WM-Formation vorbereiten können. „Das Boot läuft jetzt ganz gut, wir haben alle dieselbe Vorstellung, wollen bei der WM das Maximum herausholen“, erzählt Daniela Schultze, die sich zur Polizeimeisterin ausbilden lässt. Während die Männer im Achter um den Titel fahren, geht es bei den Frauen zunächst darum, wenigstens Platz fünf zu schaffen. Das wäre gleichbedeutend mit der Olympia-Qualifikation für 2016.

„Ich habe das alles schon mal durch“, erinnert sich die blonde Potsdamerin an den Quali-Stress 2012 vor London. „Da haben wir es auch erst auf den letzten Drücker geschafft“, so die U23-Weltmeisterin von 2011 im Doppelzweier. „Aber jetzt sind wir eine neue Generation.“

Dafür steht ebenso die erst 19 Jahre alte Stella Bleich. 2013 hatte sie Bronze bei der Junioren-WM im Vierer ohne gewonnen. Nun findet sie es „eine tolle Geschichte“ bei den Frauen zum Höhepunkt dabei zu sein. „Von Daniela konnte ich dabei viel lernen. Sie war schon mal bei Olympischen Spielen. Das ist auch mein großes Ziel. Diese WM ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin“, meint die aus Kyritz stammende Sportschülerin, die wie Daniela Schultze am „Seekrug“ von Uta Salomon trainiert wird.

Als Jüngste im Nationalteam hat Stelle Bleich in den letzten Wochen übrigens viel „Neuwasser“ befahren, wie die Ruderinnen sagen. Da musste sie ihren Kolleginnen öfters einen ausgeben. „Ich trinke gern Radler“, sagt sie zur Ruder-Sitte. In Aiguebelette erlebt Stella Bleich wieder „Neuwasser“, es wird eine doppelte Feuertaufe.

Von Peter Stein

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