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Klassenerhalt vor Augen

Potsdamer Footballer erfolgreich Klassenerhalt vor Augen

Das Football-Team der Potsdam Royals hat eine starke Hinrunde absolviert und tritt am Samstag bei den Invaders in Hildesheim an.

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Quarterback Joey Frias (M.) hat mit seinen Teamkollegen von den Potsdam Royals eine starke Hinrunde absolviert.

Quelle: Foto: Gerhard Pohl

Potsdam. Nach einer mehrwöchigen Sommerpause beginnt am Samstag (16 Uhr) für das American Footballteam der Potsdam Royals mit sechs Spielen in Folge die entscheidende Phase in der German Football League 2 (GFL 2). Das Aufsteigerteam von Headcoach Michael Vogt spielt bei den Hildesheim Invaders. Vor der Saison hatten die Potsdamer eine klare Zielsetzung herausgegeben: Der Klassenerhalt soll her!

Derzeit Tabellendritter

Dabei haben sich die Royals in der ersten Saisonhälfte eine gute Ausgangsposition geschaffen und dabei durchaus für Aufsehen in der Liga gesorgt. Mit 10:6 Punkten belegen die Potsdamer gegenwärtig hinter Paderborn und Hildesheim einen guten dritten Tabellenplatz in der Nordstaffel und konnten gestandene Teams wie Paderborn, Lübeck, Köln, Bielefeld ­sowie Elmshorn bezwingen. „Wenn uns in den bisherigen Spielen die Chance geboten wurde ­gewinnen zu können, haben wir diese auch konsequent genutzt. Wir sind ­natürlich sehr ­zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf“, bemerkte ein stolzer Cheftrainer, der mit einem breit und qualitativ gut aufgestellten Team die Herausforderung ­Bundesliga anging. „Immerhin hat die Konkurrenz unsere Rookie-Mannschaft als potenziellen Abstiegskandidaten gehandelt – aber das hat sich im Verlauf der Saison ganz schnell geändert“, fügt er hinzu.

Zuschauerschnitt von 600

„Generell ist die GFL2 eine ganz andere Hausnummer, als es die bisherigen drei Ligen für uns waren. Sie ist sportlich sehr attraktiv. Jeder ist in der Lage jeden zu schlagen und wir sind mitten drin – da kommt keine Langeweile auf. Hier wird schneller, härter sowie wesentlich variabler agiert, da kann man sich keinen Ausrutscher erlauben, das wird sofort bestraft. Man spielt in schönen Stadien und hat eine tolle Kulisse von teilweise weit über 1000 Zuschauern, das macht Riesenspaß und motiviert zusätzlich“, schildert Michael Vogt seine bisherigen Eindrücke. Erfreulich: In den vier bisherigen Heimpartien sahen auf dem Sportgelände der BBIS in Kleinmachnow im Durchschnitt etwa 600 Zuschauer die Auftritte der Royals-Footballer.

Trotz dieses positiven Fazits ging die Halbserie nicht spurlos an der Mannschaft vorbei. „Mehrere Spieler fallen leider noch etwas länger aus, darunter mit Cody Seibel einer unserer Leistungsträger, der mit Kreuzbandriss in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung steht. Man muss sehen, wie wir die Ausfälle auf Dauer kompensieren können. Beim 32:24-Sieg Anfang Juni in Bielefeld hat die Mannschaft um Quarterback Joey Frias das schon ganz ordentlich lösen können. Hier haben wir speziell in der Sommerpause im Training intensiv gearbeitet“, sagt Headcoach Vogt.

Die Königlichen benötigen noch zwei Siege aus den sechs ausstehenden Spielen, um den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen. Doch die Gegnerschaft, die die Potsdam Royals als das Überraschungsteam der Liga bezeichnet, ist gewarnt und will im Kampf gegen den Abstieg nicht weitere Punkte abgeben.

Platz fünf reicht für den Klassenerhalt

Beim Rückrundenauftakt in Hildesheim treten die Havelstädter gleich beim gegenwärtigen Tabellenzweiten und einem der Staffelfavoriten an. Das Hinspiel endete denkbar knapp mit 47:48. „Jetzt wollen wir uns wiederum teuer verkaufen und jede sich bietende Chance zum Punkten nutzen“, gibt Michael Vogt die Linie für seine Cracks vor.

Aber auch in den drei noch ausstehenden Heimauftritten sind realistische Möglichkeiten vorhanden, erfolgreich den eigenen Platz zu verlassen. Immerhin konnte die Gegnerschaft aus Bielefeld, Lübeck und Elmshorn in der ersten Saisonhälfte bezwungen werden. Zum Klassenerhalt würde bereits der fünfte Platz reichen. Doch die Potsdamer blinzeln leicht nach oben. „Wenn wir uns am 30. August nach dem Duell gegen die Fighting Pirates in der Endabrechnung auf dem dritten Platz wiederfinden, wäre das schon phänomenal“, blickt ein optimistischer und anspruchsvoller Cheftrainer Vogt voraus.

Von Gerhard Pohl

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