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Potsdamer Geher kämpfen um Olympia-Quali für Rio

Leichtathletik Potsdamer Geher kämpfen um Olympia-Quali für Rio

Das wird kein leichter Weg. Mit Christopher Linke, Hagen Pohle, Nils Brembach und Nils Christopher Gloger sind gleich vier Geher vom SC Potsdam am Samstag bei den Deutschen Meisterschaften im 50 Kilometer Gehen aussichtsreich am Start. Dabei geht es schon um die Olympia-Norm für Rio 2016.

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Marschieren Seite an Seite: Nils Christopher Gloger, Hagen Pohle, Christopher Linke und Nils Brembach (v.l.).

Quelle: Foto: Gerhard Pohl

Potsdam. Der Weg für die Geher zu den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro führt an diesem Samstag über Andernach (Rheinland-Pfalz). Die alte Stadt am Rhein in der Nähe von Koblenz richtet die Deutschen Meisterschaften im 50 Kilometer Gehen aus, der längsten olympischen Disziplin in der Leichtathletik – und zweifelsohne eine der härtesten. Die Titelkämpfe gelten als nationale Olympia-Qualifikation. Auf 3:52:00 Stunden hat der Deutsche Leichtathletik-Verband die Norm festgelegt.

Der SC Potsdam hat mit Christopher Linke, Hagen Pohle, Nils Brembach und Nils Christopher Gloger vier aussichtsreiche Geher auf der Hammerstrecke dabei, die auf einem einen Kilometer langen Rundkurs zu bewältigen ist. Bundestrainer Ronald Weigel, zugleich der Heimcoach der Havelstädter, stellt „die vier Musketiere“ vor, die er ins Gefecht um Titel und Ticket schickt. Er hat die Sportler nicht nur über Jahre aufgebaut und fast täglich im Training begleitet, er kennt sich bestens aus auf dieser Strecke. Denn der 56-Jährige wurde 1983 erster Weltmeister über 50 km Gehen, holte Olympia-Silber (1988) und Olympia-Bronze (1992) über den langen Kanten. Sein Credo, das er den Athleten mit auf den extremen Weg gibt: „Der Kopf ist entscheidend. Nach 20 Kilometern, die sie bisher gewohnt sind, fängt der Wettkampf erst so richtig an. Sie sollen sich möglichst gegenseitig unterstützen, so lange es geht.“

Christopher Linke: Der 26-Jährige ist der erfahrenste und erfolgreichste in dem Potsdamer Quartett. Nach der Enttäuschung bei der WM im August hat der EM-Fünfte von 2014 (20 km) noch was gutzumachen. 2012 hatte er sich über 50km für Olympia in London qualifiziert, seine Bestzeit steht bei 3:47:33 Stunden. „Christopher hatte eine Woche Trainingsausfall nach einem Infekt, aber er ist erfahren genug“, so Weigel.

Hagen Pohle: Der 23-Jährige steht vor seiner 50-km-Premiere. „Ich habe Respekt, aber keine Angst vor der Streckenlänge“, sagt der Polizeimeister. Weigel macht Mut: „Die ersten 50 sind die einfachsten, er kann unbelastet angehen. Wichtig ist, nicht zu überpacen. Hagen war im Training sehr fokussiert. Er hat gut gearbeitet und da schon einige 40-km-Gänge in den Beinen.“

Nils Brembach: Der 22-Jährige ist zwar der Jüngste im Bunde, aber der Titelverteidiger. 3:54:47 Stunden ging er im Vorjahr bei seinem Debüt. „Nils hat ein stabiles Niveau. Ich denke, er wird gut durchkommen“, so Weigel über den U23-EM-Sechsten (20km) von 2015.

Nils Christopher Gloger: Der 25-Jährige hatte im Gegensatz zu den anderen drei die WM im August verpasst. „Er ist ein wenig der Pechvogel, weil er in entscheidenden Momenten immer mit Verletzungen oder Infekten, wie vorige Woche, zu kämpfen hat“, meint Weigel, dessen Marschplan aber ganz klar Richtung Olympia-Norm geht. Das sind Kilometerzeiten von je 4:38 Minuten für die 50 Runden.

Von Peter Stein

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