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Klatschen für den Klassenerhalt

Potsdamer Judoka erwarten Witten Klatschen für den Klassenerhalt

Der UJKC Potsdam teilt vor dem Bundesliga-Kampf gegen Witten neue Klatschpappen aus. Damit wird auch Maksym Chykurda angefeuert. Der 26-Jährige hat sich nach gut zwei Jahren Sperre zurückgekämpft und gehört zu den Leistungsträgern des Potsdamer Bundesliga-Teams.

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Maksym Chykurda (r.) gehört zu den Leistungsträgern.

Quelle: Foto: olaf Möldner

Potsdam. Potsdam will die Gegner wegklatschen. Der Judo-Bundesligist UJKC verteilt am Samstag beim Heimkampf gegen die Sport-Union Annen (18 Uhr, MBS-Arena) neue Klatschpappen an die Zuschauer. Damit wird auch Maksym Chykurda angefeuert. Der 26-Jährige genießt jede Sekunde auf der Matte. Erst seit kurzem darf der Potsdamer wieder kämpfen. Ab November 2012 war er wegen eines positiven Dopingtestes gesperrt. „Eine jugendliche Dummheit“, sagte er der MAZ kurz vor seinem Comeback.

Sieg in Bottrop

Doch die Zeit der Verbannung ist abgehakt. Chykurda will nun so schnell wie möglich sein altes Niveau wieder erreichen. Im März gewann er das Ranglistenturnier in Bottrop im Limit bis 90 Kilogramm und qualifizierte sich damit bereits für die deutsche Meisterschaft 2016. In der Mannschafts-Bundesliga ist er beim UJKC ein wichtiger Athlet. Drei Siege in vier Kämpfen hat er an den ersten beiden Kampftagen eingefahren.

Maksym Chykurda ist heiß

Am Samstag sollen weitere hinzukommen. Nach der 3:11-Heimpleite gegen Hamburg ist Potsdam unter Zugzwang, um nicht auf einen Abstiegs-Relegationsplatz zurückzufallen. „Hamburg ist aus den Köpfen raus, wir können Witten schlagen und sind heiß auf Samstag“, sagt der gebürtige Ukrainer.

Noch fehlt Wettkampfpraxis

Trotz seiner Erfolge in den vergangenen Wochen ist er mit seinem Leistungsvermögen noch nicht zufrieden. „Ich habe noch nicht die Sicherheit, mir fehlt Wettkampfpraxis“, sagt er. „Ich gehe noch nicht so rein wie früher.“ Das sieht Potsdams Bundesliga-Trainer Mario Schendel ähnlich. „Maksym hat noch nicht die Wettkampfhärte, aber man kann bisher mit dem Comeback zufrieden sein.“ Chykurda gehört zu den Leistungsträgern und zu den älteren Kämpfern der jungen Mannschaft – damit hat er eine Vorbildwirkung. Schendel: „Mit dem Druck muss er umgehen können.“ Chykurda mache sich deshalb jedoch „keinen Kopf“. Seine Schultern können den Druck ab. Schließlich träumt er von einer Rückkehr in die Nationalmannschaft. Als Trainingspartner ist er seit Donnerstag in Kienbaum. „Wenn ich gut trainiere, habe ich vielleicht wieder eine Perspektive“, hofft er. „Die Einladung ist eine schöne Bestätigung vom Bundestrainer.“ Doch er darf im Kreis der Auswahl nicht überpacen, damit er für Samstag nicht müde ist.

Von Ronny Müller

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