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Potsdamer Kanute steht vor olympischer Feuertaufe

Olympia in Rio Potsdamer Kanute steht vor olympischer Feuertaufe

Die Kanuten vom KC Potsdam greifen erst in der zweiten Woche in das olympische Geschehen ein. Am Mittwochabend geht ihr Flieger nach Rio. Bis dahin trainieren sie in Duisburg – auch Jan Vandrey, der erst auf den letzten Drücker noch das Olympia-Ticket erhielt.

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Jan Vandrey aus Potsdam.

Quelle: Foto: dpa

Duisburg. Jan Vandrey hat die Tür zu seinem Zimmer von innen verschlossen. „Man weiß ja nie, hier kann jeden Moment eine Überraschung passieren. Ich weiß ja nicht, was für eine Gemeinheit sie sich da ausdenken“, sagt der Kanute vom KC Potsdam, der sich mit der Auswahl derzeit noch im Trainingscamp in Duisburg befindet und morgen nach Rio fliegt. Denn der 24-Jährige wartet noch auf seine Nationalmannschaftstaufe vor der olympischen Feuertaufe.

Leitfigur Sebastian Brendel

„Es ist mein erster Einsatz im A-Nationalteam bei einer internationalen Meisterschaft“, erzählt Vandrey, der auf den allerletzten Drücker doch noch für den Canadier-Zweier über 1000 Meter nachnominiert wurde. Dort wird er mit Sebastian Brendel, dem Olympiasieger im Einer-Canadier, antreten. Beide stammen aus Schwedt. „Basti war immer meine Leitfigur zu dem ich aufgeschaut habe. Nun sitzen oder besser knien wir in einem Boot bei Olympia – großartig“, schildert Vandrey seine schon jetzt überschwänglichen Gefühle. Während Vordermann Brendel das Stechpaddel an der linken Seite durchzieht, pflügt Vandrey damit rechts durch das Wasser und kümmert sich außerdem noch um die Steuerung. „Die Strecke in Rio scheint sehr windanfällig zu sein. Da gibt es viel zu tun“, meint Vandrey. „Aber Wellen bin ich ja auch vom Training auf dem Templiner See gewohnt.“

Der Feuerwehrmann vor der olympischen Feuertaufe

Das Duo Brendel/Vandrey gab es noch nicht so oft, weil sich Erstgenannter meist auf den Einer konzentriert hat und das auch in Rio zunächst tun wird. „Im Zweier sind wir bei Deutschen Meisterschaften schon erfolgreich gewesen, auch zuletzt als Zweiter beim Weltcup“, sagt Vandrey. „Wir kämpfen in Rio um eine Medaille.“ Als Glücksbringer hat er ein Foto von seiner Familie auf dem Handy dabei, seiner Frau Stephanie Dreßl und Tochter Mimi Saphira, die im Oktober zwei Jahre alt wird. Der Brandmeister der Sportfördergruppe bei der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt fühlt sich für seine olympische Feuertaufe gewappnet.

Von Peter Stein

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