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Potsdamer Kickers kämpfen für neue Heimat

Fußball Potsdamer Kickers kämpfen für neue Heimat

Der Verein von der Kirschallee will bis 2019 einen eigenen Platz mit Funktionsgebäude im Potsdamer Norden. Seit der Jahrtausendwende ist der wachsende Verein quasi heimatlos. Denn für die mittlerweile 471 Mitglieder ist der kleine Platz lediglich eine Zwischenlösung. Gastmannschaften wollen dort schon gar nicht mehr antreten.

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Die meisten der 471 Mitglieder beteiligten sich an der Aktion.

Quelle: Verein

Potsdam. Den Humor haben die Potsdamer Kickers 94 nicht verloren. Als der Countdown für das größte Foto der Vereinsgeschichte bei Null angekommen ist, ruft einer: „Gesundes Neues.“ Der Fußball-Verein von der Kirschallee hat am Mittwochabend alle Mitglieder zu einer Aktion eingeladen, um auf die miserable Platzsituation aufmerksam zu machen. Alle 19 Kickers-Mannschaften sind vertreten, um sich auf dem abgeschmirgelten Platz zu formieren – zur Abkürzung „PK94“ oder zur aktuellen Mitgliederzahl 471. Für die Fotografin ist extra eine Hebebühne herangeschafft worden. „Ich habe bei 400 Teilnehmern aufgehört zu zählen“, zieht der Kickers-Vorsitzende Wolfgang Schaffernicht (63) stolz Bilanz.

Postkarten für Potsdam

Mit den Bildern sollen Postkarten gedruckt werden, die an Stadtpolitiker geschickt und in der Stadt ausgelegt werden sollen. „Wir wollen mittelfristig einen eigenen Platz mit richtiger Größe und einem Funktionsgebäude“, sagt der sportliche Leiter Stephan Ranz (41), der auch die erste Mannschaft in der Kreisoberliga trainiert. Denn der Kunstrasenbelag sei „schlimm“. Aber viel schlimmer: Das Spielfeld hat mit 45 mal 90 Meter lediglich Mindestmaße und sei für den wachsenden Verein schlichtweg zu klein geworden. „Der Platz wurde seit 2000 nicht erneuert und ist in einem grottenschlechten Zustand“, unterstreicht Schaffernicht. „Zu uns auf den Platz will schon keiner mehr kommen.“ Außerdem sehnen sich die Kickers nach einer Heimat. Einst waren sie im ehemaligen Ernst-Thälmann-Stadion am heutigen Lustgarten zuhause. Mittlerweile trainieren und spielen die Mannschaften an der Kirschallee, in Fahrland und im Luftschiffhafen. Ranz: „Männer und Nachwuchs spielen und trainieren auf getrennten Plätzen. Da entsteht keine Bindung.“

Förderverein wird gegründet

Doch es gibt Hoffnung. Es bewege sich etwas in der Stadtpolitik, erzählt Versicherungsmakler Schaffernicht. „Aber wir müssen in den nächsten zwei Jahren ein bisschen Dampf machen.“

Dabei soll ein Förderverein helfen, für den am Mittwoch der Startschuss ertönte. Bis zum 25-jährigen Jubiläum im Jahr 2019 hoffen die Kickers auf eine neue Heimat.

Von Ronny Müller

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