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Potsdamer Schwimm-Talent Franz Müller ist dabei

Europaspiele in Baku Potsdamer Schwimm-Talent Franz Müller ist dabei

Mit 30 Schwimmern ist Deutschland bei den Europaspielen in Baku dabei. Darunter ist Franz Müller aus Potsdam. Der 17-Jährige tritt über 50, 100 und 200 Meter Rücken an.

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Rücken an Rücken: Franz (l.) und Anton Müller.

Quelle: Foto: Stein

Potsdam. Rücken an Rücken oder Schulter an Schulter? Das ist für Franz und Anton Müller keine Frage. Die Brüder sind Spezialisten im Rückenschwimmen. Noch können sie sich im Wettkampf aus dem Weg gehen, weil sie in unterschiedlichen Altersklassen starten. Franz Müller, mit 17 Jahren der ältere, steigt am Donnerstag in das Flugzeug, das ihn via Frankfurt/Main nach Baku bringt, wo im Rahmen der Europaspiele die Jugend-Europameisterschaften im Schwimmen ausgetragen werden. Deutschland ist mit 30 Schwimmern dabei.

Der Potsdamer Sportschüler tritt über 50, 100 und 200 Meter Rücken an und setzt damit die Tradition erfolgreicher Rückenschwimmer aus dem Luftschiffhafen fort. „Das ist eben meine stärkste Disziplin, in der 8. Klasse habe ich mich darauf spezialisiert“, erzählt der Zwölftklässler, der mit seiner Trainingsgruppe in diesem Jahr schon bei der Schul-WM gewann. „Dadurch, dass wir in Potsdam viele starke Rückenschwimmer haben, wir uns öfters im Training begegnen, profitieren wir jungen Athleten natürlich davon. Die Trainer haben das entsprechende Wissen“, schätzt der Schützling von Coach Thomas Luckau die Domäne ein.

Der Trainer sagt über seinen 1,93 Meter großen Sportler: „Wir arbeiten seit sechs Jahren mit Franz zusammen. Er ist ein sehr fleißiger, sehr besonnener Athlet. Weil er mit viel Disziplin und bewusst trainiert, hat er in diesem Jahr den Durchbruch geschafft.“

Denn erstmals konnte Franz Müller bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften den Titel holen – wie sein zwei Jahre jüngerer Bruder Anton. Der 15-Jährige schwamm sogar einen deutschen Altersklassenrekord, gilt als noch größeres Talent und macht seinem großen Bruder über 100 Meter Rücken längst Konkurrenz. „Franz ist immer mein Vorbild gewesen. An der Sportschule hilft er mir auch bei den Schulaufgaben“, berichtet Anton Müller.

Beiden war zu Hause in Brandenburg/Havel der Weg ins Becken irgendwie vorgezeichnet. Denn auch die Eltern Ronald und Grit frönten einst dem Schwimmsport, der Vater war sogar mal Weltmeister im Flossenschwimmen. Nun wohnen die beiden Teenager im Internat in Potsdam gleich neben der Schule und unweit der Schwimmhalle.

Franz Müller schwärmt über seine Schulweltmeister-Trainingsgruppe: „Wir pushen uns ganz schön. Da geht es richtig zur Sache. Aber bei aller Konkurrenz können wir zusammen auch unseren Spaß haben.“ Über 200 Meter Rücken rechnet er sich in Baku am meisten aus. „Da möchte ich meine Bestzeit von 2:03,54 Minuten unterbieten und möglichst ins Finale kommen“, setzt er sich als realistisches Ziel. Und dann freut er sich darauf, Athleten anderer Sportarten kennen zu lernen.

Von Peter Stein

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