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Potsdamer Torben Schmidtke mit Weltrekord

Paralympisches Schwimmen Potsdamer Torben Schmidtke mit Weltrekord

Bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im paralympischen Schwimmen schnitten die Starter vom SC Potsdam wieder sehr erfolgreich ab. Torben Schmidtke erzielte in Berlin einen neuen Weltrekord über 200 Meter Brust.

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Torben Schmidtke gewann bei den Paralympics in London 2012 Silber.

Quelle: foto: stähle

Potsdam. Die letzten Meter von Torben Schmidtke glichen offenbar nicht mehr der Technik, die Dörte Paschke ihrem Schwimm-Schützling beigebracht hatte. „Das sah im Wasser aus nach leben oder sterben. Aber es ist krass, wie Torben das mental gemeistert hat. Er ist eine Kampfsau“, sagt die Trainerin einen Tag nach dem neuen Fabel-Weltrekord von Schmidtke. Er selbst gibt zu: „Es sah irgendwie die letzten Meter nicht mehr schön aus, das hab ich selbst gemerkt.“

Am Sonntag war der 27-Jährige bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) über die 200 Meter Brust als erster paralympischer Schwimmer in der Startklasse SB6 unter der magischen Drei-Minuten-Marke geblieben. 2:59,93 Minuten brauchte er für die Strecke, die allerdings nicht bei den Paralympics in Rio (7. bis 18. September) geschwommen wird. Über die Kurzbahn hält er die Weltrekorde über 50, 100 und 200 Meter, über die Langbahn über 50 und 200 Meter. Über 100 Meter, die bei den Paralympics geschwommen werden, schaffte er zudem Weltjahresbestleistung. „Ich kam direkt aus dem Höhentrainingslager aus Sierra Nevada. Die Bestzeit über 100 Meter Brust war schon Bombe. Ich hab seit eineinhalb Jahren endlich wieder meine Bestzeit geknackt“, freut sich Schmidtke. Und Dörte Paschke ergänzt: „Das ist schon ein Fingerzeig, die anderen müssen erstmal nachziehen.“

Die Norm für die Paralympics hatte er bereits im Dezember unterboten – wie in jedem der folgenden Wettkämpfe auch. Damit zählt der Silbermedaillengewinner von London 2012 auch dieses Mal wieder zum engsten Favoritenkreis. „Ich weiß schon immer, dass ich bei den ersten drei, vier mitschwimme. Man kennt seine Konkurrenten und weiß sie einzuschätzen“, sagt Schmidtke, der diese Woche erst einmal seine freien Tage genießen möchte.

Denn im Juli und August stehen noch einmal vier kräftezehrende Wochen Höhentrainingslager auf dem Trainingsplan, bevor er Ende August den Flug nach Brasilien antritt. „Ich war in diesem Jahr eigentlich nur unterwegs. Inklusive Rio werden es 22 Wochen sein“, rechnet Schmidtke vor, der mit seinen Teamkollegen vom SC Potsdam um die zweite Paralympics-Starterin Maike Naomi Schnittger insgesamt 48 Medaillen bei der IDM holte.

Von Stephan Henke

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