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Potsdamer starten in die 3. Liga

Handball, VfL Potsdam Potsdamer starten in die 3. Liga

Der VfL Potsdam startet am Freitag in die 3. Liga. Die Handballer schrauben die Erwartungen nach dem dritten Platz in der vergangenen Saison diesmal etwas runter.

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Robert Weiß (l.) ist der neue Kapitän beim VfL Potsdam.

Quelle: foto: julius frick

Potsdam. Der VfL Potsdam will irgendwann zurück in die 2. Handball-Bundesliga. Eigentlich war der Plan so ausgelegt, dass in der neuen Saison der Blick nach oben gehen soll. Doch der Vorjahresdritte der 3. Liga Nord hat auf dem Weg zum Aufstieg zahlreiche Hindernisse entdeckt. „Die Staffel ist stärker geworden“, stellt Trainer Jens Deffke fest. Der ehemalige Bundesligaspieler hat die Mannschaft seit drei Jahren aufgebaut. Doch von der 2. Bundesliga mag er nicht sprechen. „Wir müssen nicht aufsteigen.“ Denn der 41-Jährige weiß, dass andere Vereine besser aufgestellt sind. „Norderstedt/Henstedt-Ulzburg und der HSV Hamburg wollen und müssen aufsteigen.“ Der Champions-League-Sieger von 2013 aus Hamburg, der wegen finanzieller Probleme aus der Bundesliga flog, könne mit einem Etat von mehr als einer Million Euro kalkulieren. Davon träumt man in Potsdam.

Neuanfang nach der Insolvenz

Nach der Insolvenz fing der VfL neu an. Deffke: „Andere kaufen Profis. Wir entwickeln Spieler.“ Das ist die Philosophie des VfL, der sich einst in der 2. Liga verschuldet hatte und nach dem Abstieg 2012 schwere Jahre durchmachte. Erst 2014 wurde das Insolvenzverfahren aufgehoben. 2013 kam Potsdam in der 3. Liga als Fünfter ein. Es folgten zwei siebte Plätze, ehe Deffke den VfL in der abgelaufenen Spielzeit auf Rang drei führte.

Die Konkurrenz hat mächtig aufgerüstet

„Der dritte Platz hat uns gut gestanden. Daran müssen wir uns messen lassen“, sagt Kapitän Robert Weiß. Der Rückraumspieler schränkt jedoch ein: „Wir dürfen den Mund aber nicht zu voll nehmen.“ Denn neben Norderstedt/Henstedt-Ulzburg sowie Hamburg schätzt er auch Fredenbeck und Schwerin stark ein. „Die haben enorme Qualität. Die Liga wurde neu durchgewürfelt. Das macht die Saison so interessant.“ Der 29-Jährige gibt daher als Marschroute aus: „Wir wollen solide unser Ding machen, wollen als Verein und Mannschaft wachsen.“ Einige langjährige Stützen haben den VfL nach Werder verlassen. Torwart Matthias Frank hat seine Karriere beendet. Dafür wird U20-Vizeeuropameister Paul Twarz mehr Einsätze bekommen. Von den Füchsen II kamen ein paar Talente. Unter dem Strich habe das Team nicht an Qualität verloren, sagt Weiß.

Das muss die Mannschaft nun zeigen. Mit dem Auftritt im Test gegen Bundesligist Füchse Berlin (29:41) war Coach Deffke zufrieden. „Wir haben einen Schritt nach vorn gemacht.“ Der erste Lackmustest erfolgt Freitag (20 Uhr) in Beckdorf.

Von Ronny Müller

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