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Potsdamer starten in die Bundesliga-Saison

Triathlon Potsdamer starten in die Bundesliga-Saison

Der Vizemeister von 2015 legt wieder los. Mit einer veränderten und noch einmal verjüngten Mannschaft startet Triathlon Potsdam am Samstag in die neue Bundesliga-Saison. Neben einer Herren-Mannschaft ist auch wieder eine Damen-Auswahl aus Potsdam auf der Sprintdistanz dabei.

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Lasse Lührs, Julia Pukrop und Philipp Wiewald (v.l.).

Quelle: Foto: Peter Stein

Potsdam. Zwischen Schwimmbecken und Rennradstrecke hatte Lasse Lührs am Donnerstagvormittag nur eine kurze Pause. Der Triathlet kann sich jetzt voll auf seinen Sport konzentrieren und ist eine wichtige Stütze der Potsdamer Männer-Mannschaft bei der am Samstag in Ubstadt-Weiher (Kraichgau) beginnenden 1. Bitburger Triathlon Bundesliga.

Denn Lührs ist ein Einser-Abiturient. „Ich habe gerade die letzten Noten bekommen, ich erreiche einen Schnitt von 1,3“, berichtet der Sportschüler nicht ohne Stolz. Obwohl, erst Lehrertrainerin und Bundesliga-Teamleiterin Julia Pukrop musste ihren Vorzeigesportler und -schüler dazu animieren, die Note preiszugeben. Im Herbst will Lührs ein Betriebswirtschaftsstudium in Alicante/Spanien aufnehmen. „Jetzt ist der passende Zeitpunkt, ins Ausland zu gehen und diese Erfahrungen zu sammeln“, sagt der 20-Jährige, der im vorigen Jahr Junioren-Europameister werden konnte.

Debütant Philipp Wiewald ist erst 16 Jahre alt

Da passt es ganz gut, dass zum Potsdamer Erstligisten auch zwei Spanier gehören: Neben Jesus Gomar (28), der bereits in der letzten Saison wesentlich dazu beitrug, dass die Havelstädter in der Endabrechnung hinter Meister Buschhütten auf dem zweiten Gesamtplatz landeten, kommt dessen Freund Alberto Parilla (26) hinzu. Der junge Spanier von der Ferieninsel Ibiza gilt als schwimmstark. Mit dem Serben Ognjen Stojanovic (26), der ebenso im Vorjahr schon zum Team gehörte, gibt es einen weiteren ausländischen Starter. Ansonsten setzt Teamchefin Julia Pukrop auf die Jugend. Die 28-Jährige stellt zum Beispiel Philipp Wiewald als Debütanten vor.

Die Frauen hoffen auf Laura Lindemann

Der 16-jährige Sportschüler meint mutig: „Die Sprintdistanz ist ja genau meine Strecke, die ich auch in der Jugend absolviere. Deshalb kann ich nun in der Bundesliga viele Erfahrungen sammeln. Klar werde ich mir von Lasse und den anderen einiges abgucken.“

Zu den jungen Wilden gehört auch Moritz Horn. Der gleichfalls noch 16-Jährige schnupperte bereits im Vorjahr Bundesliga-Luft und feierte jüngst bei der Junioren-EM als Dritter mit der Staffel seinen ersten internationalen Erfolg.

„Wir werden die Mannschaft je nach Bedarf bei den vier Wettkämpfen immer wieder mit jungen Sportlern auffüllen“, sagt Julia Pukrop. Lührs passt da bestens mittenrein. Er meint: „Natürlich wäre es schön, wenn wir wieder auf das Podium kommen. Das muss immer unser Ziel sein.“ Die Teamchefin ergänzt: „Wir schauen von Wettkampf zu Wettkampf.“

Bei den Frauen steht und fällt vieles mit Olympia-Kader Laura Lindemann. Die frühere Junioren-Weltmeisterin trainiert am Wochenende mit Coach Ron Schmidt in Goslar im Harz, weil auch in Rio die olympische Strecke recht bergig ist. So werden die frischgebackene Junioren-Vizeeuropameisterin Lisa Tertsch (17), Julie Jungblut (18) und Suse Werner (23) die wichtigsten Stützen sein. Mit der aus Cottbus stammenden Sophie Schumann (15) ist auch hier ein hoffnungsvolles Talent dabei. Wie im Vorjahr verstärkt die inzwischen verheiratete Lea Lassche (26) aus Neuseeland die Mannschaft.

Die Frauen wurden vergangene Saison Vierte. „Wenn wir daran anknüpfen können, wäre das schon ein großer Erfolg“, hofft Julia Pukrop darauf, dass Top-Athletin Lindemann wenigstens zweimal in der Bundesliga starten kann.

Von Peter Stein

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