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Lindemann in der Weltspitze angekommen

Hamburg-Triathlon Lindemann in der Weltspitze angekommen

Die Potsdamerin belegt am Samstag beim größten Triathlon der Welt in der Weltmeisterschaftsserie den hervorragenden siebten Platz. Die 19-Jährige ist das derzeit wohl größte Talent weltweit. Die Sportschülerin verpasste gestern in der Mixed-Staffel – gemeinsam mit dem in Saarbrücken trainierenden Potsdamer Gregor Buchholz – nur knapp Bronze.

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Laura Lindemann freut sich über ihren siebten Platz beim WM-Rennen in Hamburg.

Quelle: dpa

Potsdam. Nicht mal die Badekappe konnte den Lärm der mehr als 150 000 Triathlon-Fans abhalten. „Die Stimmung ist unvergleichbar zu anderen Rennen, das ist wirklich total krass. Selbst beim Schwimmen hört man die Zuschauer“, sagte Laura Lindemann nach ihrem beeindruckenden siebten Platz beim Rennen der WM-Serie in Hamburg, dem größten Triathlon der Welt. Damit war die Potsdamerin beste Deutsche und ist endgültig angekommen in der Weltspitze.

Dass sie aktuell das wohl größte Triathlon-Talent weltweit ist, bewies die 19-Jährige beim Heimrennen in Hamburg eindrucksvoll. Nach 750 Metern Schwimmen hatte sie nur 19 Sekunden Rückstand auf die Schwimmspezialistin Carolina Routier (Spanien). „Das Ziel war es, in der ersten Rad-Gruppe zu landen. Ich musste ein bisschen ranfahren, das war hart“, erzählte die Sportschülerin, die erst vor drei Wochen die deutsche Meisterschaft bei der Elite feierte. Die Führungsgruppe kontrollierte anschließend das Feld, erst kurz vor dem Ende der 20 Kilometer wurden sie eingeholt.

Lindemann mit einer der schnellsten Anlaufzeiten beim Laufen

Lindemann ließ sich davon nicht beirren und lag beim Laufen über 5 Kilometer anfänglich in der Fünfer-Spitzengruppe. „Ein Trainer erzählte mir später, dass ich auch mit die schnellste Anlaufzeit aller Starter hatte, das war schon krass“, sagte sie nach dem Rennen. Von hinten stürmte dann allerdings Weltmeisterin Gwen Jorgensen (USA) heran. „Sie rennt schon souveräner an einem vorbei als andere. Aber es war bemerkenswert, dass sie erst so spät kam“, sagte Lindemann über die Siegerin, die ihr elftes WM-Rennen in Folge gewann.

Lindemann hielt ihr Tempo konstant hoch, neben Jorgensen musste sie nur noch die WM-Zweite Katie Zaferes (USA) ziehen lassen und landete schließlich auf Rang sieben. „Die Top Ten waren in dieser Saison mein Ziel. Das erreicht zu haben ist toll, und das vor allem im Heimrennen“, erklärte die Junioren-Weltmeisterin, die erst vor einer Woche ihren Junioren-Europameistertitel verteidigte. „Laura hat ein wirklich starkes Rennen gemacht, was für das Trainerteam keine Überraschung war“, sagte Bundestrainer Dan Lorang über die beste Deutsche.

Der Lohn für die Top-Platzierung war die Nominierung für die Mixed-Staffel-WM am Sonntag. Dort verpasste Lindemann mit dem deutschen Team, in dem der in Saarbrücken trainierende Potsdamer Gregor Buchholz startete, nur aufgrund einer Zeitstrafe Bronze knapp.

Von Stephan Henke

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