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Potsdamerin Wiebke Silge bei der Volleyball-EM

Volleyball Potsdamerin Wiebke Silge bei der Volleyball-EM

Zuletzt wurden die deutschen Volleyballerinnen zweimal in Folge Vizeeuropameisterinnen. Bei der am Wochenende in den Niederlanden und Belgien beginnenden EM ist auch Mittelblockerin Wiebke Silge, Neuzugang beim SC Potsdam, dabei.

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Wiebke Silge verstärkt den SC Potsdam.

Quelle: FOTO: DETLEV Scheerbarth

Potsdam. Mit 16 Jahren absolvierte sie ihr Bundesliga-Debüt, mit 17 streifte sie erstmals das Nationaltrikot bei den Frauen über. Wiebke Silge, Neuzugang beim Bundesligisten SC Potsdam, ist früh dran und gilt als großes Volleyball-Talent. Am Samstag startet die inzwischen 19-Jährige mit dem National-Team in den Niederlanden in die Europameisterschaft. Deutschland holte sich 2011 und 2013 jeweils die Silbermedaille ab. Die Mannschaft des neuen Bundestrainers Luciano Pedullà sieht sich in der Pflicht, erneut Kurs auf das EM-Finale zu nehmen.

Dessen italienischer Landsmann Alberto Salomoni, Coach beim SC Potsdam, gerät ob des Talents ins Schwärmen: „Wiebke bringt trotz ihrer erst 19 Jahre schon viel Erfahrung mit, sie wird unsere Mannschaft im Block ganz sicher verstärken.“ Die Wand am Netz ist 1,90 Meter groß und eher zufällig zum Volleyball gekommen. „Meine Mutter hatte einen Artikel in der Lokalzeitung gelesen und mir geraten, es mal beim Volleyball zu versuchen“, erinnert sich Wiebke Silge an die Anfänge in Ostbevern in Nordrhein-Westfalen. Zunächst hatte sie sich auch im Tennis und Tischtennis versucht. 2011 wechselte sie zum USC Münster und schaffte dort vor drei Jahren den Durchbruch in die erste Mannschaft in der Bundesliga. Dass sie nun nach vier Spielzeiten nach Potsdam wechselt, hält sie für normal und meint:. „Ich denke, es war Zeit für eine Veränderung.“

Die Mittelblockerin urteilt über ihr neues Team: „Potsdam hat eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielerinnen. Ich freue mich schon darauf, in der tollen Halle im Luftschiffhafen zu spielen. Die Trainingsbedingungen in Potsdam sind wirklich top. Das gefällt mir und hat mich auf Anhieb überzeugt.“ Neben dem Sport wird sie an der Fachhochschule Bauingenieurwesen studieren. Ihr Abi hat sie am Gymnasium in Münster immerhin mit 1,6 abgeschlossen. Dass sie wegen der EM erst verspätet in die Saisonvorbereitung beim SC Potsdam einsteigen kann, sieht sie nicht als Handicap. „Damit müssen die anderen Nationalspielerinnen ja auch leben. Und wenn wir bei der EM erfolgreich sind, will ich den Schwung gleich nutzen.“ Nach den wochenlangen Trainingslagern in Schwerin ist die Auswahl auf jeden Fall fit für das kontinentale Turnier. Im ersten EM-Spiel trifft Deutschland am Samstag (18 Uhr, Sport1)) in der Gruppe D auf Serbien. Weitere Vorrunden-Gegner in Eindhoven sind Rumänien und Tschechien. Der Sieger der Vorrundengruppe zieht direkt in das Viertelfinale ein, der Zweit- und Drittplatzierte muss zunächst noch ein K.o.-Spiel gegen den Dritt- beziehungsweise Zweitplatzierten der Gruppe B bestreiten. Achtel- und Viertelfinale finden in Antwerpen/Belgien statt.

Ihre neuen Mitspielerinnen beim SC Potsdam Luisa Sydlik und Anne Hölzig seien ihr aus den Nachwuchs-Nationalteams bereits bekannt. Und mit Lisa Gründing spielte sie 2013 bei der U-23-WM in Mexiko in der deutschen Auswahl. Nun sollen beide den starken Mittelblock beim SC bilden, der am Wochenende das Saison-Eröffnungsturnier mit dem Potsdamer Volleyball-Masters ausrichtet.

Von Peter Stein

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