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Punkt für Hoffenheim bei Nagelsmann-Debut

Fußball Punkt für Hoffenheim bei Nagelsmann-Debut

Der jüngste Trainer in der Geschichte der Fußball-Bundesliga hat bei seiner Premiere einen glücklichen Punkt geholt. Doch das ist zu wenig, sein Team bleibt noch länger auf einem Abstiegsrang.

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1:1 beim Bundesliga-Debüt von Trainer Julian Nagelsmann.

Quelle: Carmen Jaspersen

Bremen. Nach der Premiere klatschte der jüngste Trainer in der Geschichte der Fußball-Bundesliga fast alle Spieler und Mitarbeiter der TSG 1899 Hoffenheim ab.

Große Emotionen zeigte Julian Nagelsmann bei seinem Einstand in der höchsten Spielklasse nicht, auch wenn er beim 1:1 (1:1) in Bremen immerhin einen glücklichen Punkt holte. "Das war schon ganz ordentlich", sagte der 28 Jahre alte Bundesliga-Neuling. Gefallen habe ihm, "dass die Mannschaft auch in Unterzahl bis zum Schluss gekämpft hat".

Beim starken Torwart Oliver Baumann durfte Nagelsmann sich bedanken, dass es immerhin zu einem Punkt reichte. Aber auch mit dem neuen Mann gelang 1899 kein Sieg im Weser-Stadion, nachdem der Tabellenvorletzte zuvor bereits sieben Mal in Bremen erfolglos geblieben war. "Er kann auch kein Hexenwerk vollbringen", meinte Verteidiger Ermin Bicakcic.

Das Tor durch den später mit Gelb-Rot (77.) vom Platz gestellten Andrej Kramaric (10.) war zu wenig, der Abstand der TSG auf einem Nicht-Abstiegsrang ist mit sechs Punkten weiter erheblich. Die Bremer, für die vor 38 454 Zuschauern der starke Papy Djilobodji (13.) traf, haben als Drittletzter fünf Zähler Vorsprung auf die Hoffenheimer, sind aber ebenfalls weiter in großer Gefahr. "Die Chancen waren da", klagte Clemens Fritz angesichts des Bremer Übergewichts.

Dutzende von Fotografen und Kameraleuten umlagerten Nagelsmann, ehe es um 15.30 Uhr für den Bundesliga-Novizen ernst wurde. Der Nachfolger von Huub Stevens, der wegen Herzrhythmusstörungen sein Amt niedergelegt hatte, sah eine Partie zweier engagierter, aber auch fehlerhafter Teams.

Nagelsmann hatte die TSG-Startelf im Vergleich zur Niederlage gegen Darmstadt 98 in der Vorwoche auf vier Position geändert und überraschte mit neuer Taktik. Defensiv stand Hoffenheim im selten gespielten 3-4-1-2-System, das bei eigenem Ballbesitz geändert wurde. "Die Taktik war schon extrem", sagte TSG-Keeper Baumann. "Sie war auf den Gegner ausgerichtet", meinte sein neuer Coach.

Nagelsmann, der noch kein Fußball-Lehrer ist, erlebte einen perfekten Start seines Teams mit einem kuriosen Treffer. Nach einem Ballverlust von Claudio Pizarro bediente Tobias Strobl Stürmer Kramaric, dessen Kopfball vom Pfosten an Felix Wiedwalds Rücken und von dort ins Netz prallte.

Fast im Gegenzug glich Werder aus, auch mit leichter Mithilfe des Gegners. Nach Ecke von Florian Grillitsch traf Djilobodji Verteidiger Bicakcic, der den Ball unhaltbar ins Netz abfälschte.

Danach verlief das Spiel wenig spektakulär. Die Bremer dominierten dabei, die Hoffenheimer kamen kaum mehr in den Strafraum der Gastgeber. Bei den Werder-Chancen rettete der Pfosten oder der TSG Schlussmann parierte gegen die stürmischen Bremer, die in Überzahl zu hektisch agierten. Nagelsmann, der das Geschehen meistens ruhig am Rande verfolgte und wenig Emotionen zeigte, sah wenig gute Konter seines Teams.

Die Spieldaten:

Ballbesitz in %: 48,5 - 51,5

Torschüsse: 17 - 11

gew. Zweikämpfe in %: 51,7 - 48,3

Fouls: 13 - 19

Ecken: 6 - 2

Quelle: optasports.com

dpa

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