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Puste reicht nur für 40 Minuten

Handball Puste reicht nur für 40 Minuten

Das Debüt in der 3. Handball-Liga hat den Jungs von Grün-Weiß Werder gezeigt, dass sie wohl vor einer schweren Saison stehen. Der Aufsteiger verlor am Samstag gegen Flensburg-Handewitt II mit 22:28. Vielleicht noch schlimmer: Yannick Schindel und Florian Schugardt schieden verletzt aus.

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Sorgte für Werders Pemierentor: Lucas Schönebeck.

Quelle: Julius Frick

Werder. Mit viel Elan stürmte Grün-Weiß Werder in das Premierenspiel in der 3. Handball-Liga gegen die alteingesessene SG Flensburg-Handewitt II. Doch die erste Hürde erwies sich als zu hoch. Der Neuling musste vor 200 Zuschauern auf der kleinen Tribüne der Halle des Haeckel-Gymnasiums eine 22:28 (10:13)-Niederlage verschmerzen. „Da war mehr drin“, bemerkte Werders Wirbelwind Christoph Drescher. „Unsere Unerfahrenheit wurde von einem cleveren Gegner bestraft. Aber wir lassen den Kopf nicht hängen.“

Lucas Schönebeck erzielt das Premierentor

Nach 4:41 Minuten war der Aufsteiger in der neuen Klasse angekommen. Lucas Schönebeck glich mit dem ersten Treffer zum 1:1 aus. Die Blütenstädter spielten unbekümmert drauflos, schafften durch Drescher die Führung zum 4:3 (12.) und ließen im Überschwang noch mehrere Chancen aus. Werders Angriffe verliefen in der Folge zu ungestüm, Fehlabspiele und -würfe häuften sich, zu einer richtigen Formation fand die Sieben nicht. Einer behielt den Kopf oben. Robin Huntz, im dritten Jahr in Werder, stand 60 Minuten als Abwehrspezialist und Spielmacher auf der Platte. Mit acht Treffern war er der erfolgreichste Werderaner. Ausgerechnet ein Fehlabspiel von Huntz, das zum 7:9-Rückstand führte, versetzte dem Gastgeber den ersten Knacks.

Nach dem Wechsel keimte noch einmal Hoffnung auf

Die Gäste probierten die neue Regel mit sieben Feldspielern (ohne Torwart) und fielen herein. Die grüngekleideten Obststädter schnappten sich die Kugel und trafen dreimal ins verwaiste Tor. Huntz schaffte per Siebenmeter das 16:16 (40.). Doch das war`s. Die Akteure wollten zuviel auf einmal. Kopf und Beine wurden immer schwerer. Den Aktiven ging die Puste aus.

Werder zahlte Lehrgeld, büßte Yannick Schindel (Schulterverletzung) nach zwei Minuten ein und später Florian Schugardt (Hüfte). Schindel saß wie ein Häuflein Unglück eine halbe Stunde lang nach Abpfiff auf der Bank. Vor knapp zwei Jahren war er in Reihen des VfL Potsdam nach einer Schulter-Operation für fast ein Jahr ausgefallen. Jetzt hat es erneut die rechte Schulter erwischt.

Krause lobt den Charakter

Trainer Silvio Krause lobte die tolle Einstellung seiner Truppe, muss nun aber den Hebel ansetzen und vor allem beim Kraft- und Ausdauertraining eine Schippe drauflegen. Nur dreimal trifft sich die Mannschaft in der Woche, beim Sonnabend-Gegner VfL Potsdam wird fünfmal geübt.

Der Coach weiß um die Schwere der Aufgabe: „Oberliga und 3. Liga sind ein riesiger Unterschied. Die Gegner besitzen gutausgebildete Spieler und sind körperlich ein anderes Kaliber.“ Trotz der Nachteile will Werder angreifen. Krause sagt: „Wir sind das unterste Glied der Nahrungskette, aber wir werden alles reinwerfen.“

Von Detlef Braune

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