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Sauerbrey sieht sein Team auf einem guten Weg

RSV Eintracht gut gestartet Sauerbrey sieht sein Team auf einem guten Weg

Die Zweitliga-Basketballer aus Kleinmachnow sind Tabellensiebter und empfangen am Sonntag Rist Wedel. Trainer Sauerbrey konnte eigentlich nur Basketballer werden..

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Jan Sauerbrey

Quelle: FOTO: Benjamin Feller

Kleinmachnow. Wenn man aus Würzburg kommt und neun Jahre in den USA gelebt hat, kann man eigentlich nur Basketballer werden. Dirk Nowitzki (37), Deutschlands bester Korbwerfer aller Zeiten, stammt aus Würzburg. Und die amerikanische Profiliga NBA ist die beste Liga der Welt. Die Familie von Jan Sauerbrey ging in die USA, als er ein Jahr alt war. In Houston (Texas) spielte Sauerbrey in einer Kindermannschaft. Hin und wieder besuchte er Spiele des NBA-Teams Houston Rockets. „Mit der Mannschaft bin ich aufgewachsen.“ Basketball ist heute nicht nur sein Hobby, sondern sein Job. Seit Saisonbeginn ist der 32-jährige Trainer beim Pro-B-Zweitligisten RSV Eintracht.

Nur der Klassenerhalt zählt

„Wir liegen im Soll“, sagt Sauerbrey vor dem Heimspiel am Sonntag (17.30 Uhr, BBIS-Halle) gegen den SC Rist Wedel. Eintracht war in der vergangenen Saison sportlich abgestiegen, ist wegen einer Wildcard in der ProB geblieben. Daher zähle in dieser Spielzeit nur der Klassenerhalt, sagt Sauerbrey. Der Saisonstart mit Platz sieben und drei Siegen aus sieben Partien ist gelungen. Er sei aber ebenso wenig überzubewerten wie der vorletzte Rang von Rist Wedel. „Das hat nichts zu bedeuten.“

Angriffe nicht nach Schema F

Dennoch sieht Sauerbrey seine Mannschaft nach dem personellen Umbruch im Sommer auf einem guten Weg. „Viele der Neuen haben schon zu Jugendzeiten zusammengespielt oder sind Rückkehrer. Das macht es einfacher“, freut sich der Coach. „Es ist eine homogene Truppe, das Arbeiten ist sehr angenehm.“ Deshalb erkenne er im Spiel seiner Mannschaft seinen Stil schon wieder. „Sie soll nicht nur nach Schema  F angreifen, nicht wie ein Roboter spielen.“

Sauerbrey ist Inhaber der B-Lizenz. Die Prüfung für die A-Lizenz hat er schon bestanden. Es fehlt nur noch eine Hausarbeit. Deren Abschluss wird allerdings noch ein wenig dauern: Schließlich will Sauerbrey den RSV voranbringen und außerdem wird er Weihnachten Vater.

Sauerbrey verehrt Nowitzki

Erfahrungen als Trainer hat er in Jena gesammelt. Dorthin zog die Familie als er zehn Jahre alt war. Sein Vater, ein Physik-Professor, bekam dort eine Anstellung. Sauerbrey studierte später Wirtschaftswissenschaften und übernahm schon mit 20 Jahren ein Nachwuchsteam als Trainer. Bis zum Sommer war er zwei Jahre Assistenzcoach beim Zweitligisten Science City Jena. In dieser Zeit verfestigte sich sein Wunsch, hauptamtlich als Trainer zu arbeiten. „Ich wollte bei einem ambitionierten Projekt arbeiten“, erklärt er die Bewerbung beim RSV.

Nachts aufstehen und NBA-Spiele schauen – das sei heute nicht mehr möglich. Auch wenn Sauerbrey Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks verehrt. „Er ist eine absolute Legende.“ Gerne hätte er ein wenig von dessen Talent abbekommen. Doch er sagt mit einem Schmunzeln: „Dirk hat das ganze Talent aus Würzburg mitgenommen.“

Von Ronny Müller

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