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Rad-Idol „Täve“ ist begeistert vom Nachwuchs

Premiere des Radkriteriums in Teltow Rad-Idol „Täve“ ist begeistert vom Nachwuchs

Zum ersten Mal fand am Sonntag in Teltow ein Radkriterium statt. Bei brütender Hitze zeigten die Nachwuchsfahrer und die Jedermänner tollen Radsport. Auch Sport-Idol „Täve“ Schur applaudierte.

Teltow. Das ließ sich „Täve“ nicht nehmen. Das bis heute beliebte Radsport-Idol Gustav-Adolf Schur (84) kam am Sonntag bei der Premiere des Radkriteriums in der Teltower Innenstadt aus dem Händeschütteln nicht mehr raus. Nicht nur, weil der frühere Weltmeister und Friedensfahrtsieger viele Freunde wiedertraf, sondern weil er den Nachwuchsfahrern anerkennend gratulierte. „Das hast du aber toll gemacht“, lobte er Sandra Heinzl.

Das Mädchen vom SC Berlin gewann bei den U13-Schülern. Vater Michael, der seine Tochter ab und zu bei Trainingsrunden als Hobbyfahrer begleitet, und Mutter Simone waren ebenso stolz auf ihr Kind. Die Schülerin erzählte: „Ich bin seit fünf Jahren beim Radsport. Das macht mir großen Spaß.“ Bei den deutschen Meisterschaften wurde die 13-Jährige gerade Achte. Nächstes Wochenende freut sie sich auf die Oderrundfahrt. Denn Rennen über mehrere Etappen mag sie besonders.

Davon konnte „Täve“ Schur eine Menge Geschichten erzählen, etwa von den Hitzeschlachten auf dem Asphalt angesichts der gestrigen tropischen Temperaturen. „Das muss bei der Erzgebirgs-Rundfahrt in den 1950er Jahren gewesen sein“, schilderte er eine Anekdote. „Da sind bei brütender Hitze zwei losgebraust, die scharf auf eine Bergprämie waren. Als ich am Straßenrand einen Eimer Wasser stehen sah, habe ich kurz angehalten und mir das Wasser über den Kopf gegossen. Dann war ich so erfrischt, dass ich die beiden Ausreißer noch überholt habe und die Bergprämie gewann. Das war damals eine Aktentasche.“

Eine Siegprämie heimste auch Leon Heinschke ein. Der junge Radsportler vom Frankfurter RC 90 gewann in der U17. „Wir hatten ja erst zwei Ausreißer vorn. Dann sind wir wieder aufgefahren, so musste der Spurt entscheiden“, sagte der Neuntklässler, der mal Radprofi werden möchte. Sein Trainer Jan Schur – „Täves“ Sohn war selbst Olympiasieger und Radprofi – hält große Stücke auf Leon: „Er bringt gute Voraussetzungen mit und hat zuletzt schon Rennen in Chemnitz und Grimma gewonnen.“

Seinen ersten Sieg auf dem Rad feierte hingegen Felix Bartko (11) in der Anfängerklasse bis 12 Jahre. Der Sohn von Doppel-Olympiasieger Robert Bartko scheint das Talent vom Vater geerbt zu haben. Natürlich zählte „Täve“ zu den ersten Gratulanten.

Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt fand die Premiere gelungen: „Die Fachleute finden den Kurs klasse. Im nächsten Jahr gibt es bestimmt eine Fortsetzung“, sagte er. Auch „Täve“ war begeistert und flitzte schon wieder zur nächsten Siegerehrung.

Von Peter Stein

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