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Ramona Kühne muss WM-Kampf wegen Rippenbruch absagen

Boxen Ramona Kühne muss WM-Kampf wegen Rippenbruch absagen

Schock für Brandenburgs Box-Queen Ramona Kühne. Die Rangsdorferin zog sich beim Sparring einen Rippenbuch zu und musste ihren für Samstag in Potsdam geplanten WM-Kampf schweren Herzens absagen. Wie reagierte die Boxerin?

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In Potsdam nicht dabei: Ramona Kühne.

Quelle: F.: Stähle

Rangsdorf. Auch eine eisenharte Frau wie Ramona Kühne ist verletztlich. Die WBO-Weltmeisterin im Super-Federgewicht aus Rangsdorf zog sich beim Sparring einen Rippenbruch zu und musste so schweren Herzens und unter Tränen ihre für Samstag (18Uhr) in der Potsdamer MBS-Arena geplante Titelverteidigung absagen. Die Box-Nacht des Berliner Sauerland-Stalls findet trotzdem statt. Im Hauptkampf will der Berliner Tyron Zeuge die WBA-Weltmeisterschaft im Super-Mittelgewicht gegen Titelverteidiger Giovanni De Carolis aus Italien holen.

Zum Nichtstun verdammt

„Die Diagnose war ein großer Schock für mich“, sagte Ramona Kühne. Eine MRT-Untersuchung brachte schließlich Gewissheit. Die zweite Rippe auf der linken Seite ist gebrochen. „Das habe ich im ersten Moment beim Sparring gar nicht mitbekommen. Aber als die Schmerzen über Nacht nicht weggingen, war ich untröstlich.“ Die 36-Jährige hat mehrfach in ihrer Karriere – zweimal Kreuzbandriss – Rückschläge wegstecken müssen und kam immer zurück. „Das Schlimmste ist, dass ich top vorbereitet war und nun zum Nichtstun verurteilt bin“, erklärte die Brandenburger Box-Queen. Sie müsse einige Wochen pausieren, frühestens im Februar oder März sei an einen Kampf zu denken, so ihr Trainer und Ehemann Stephan Kühne.

Trotzdem in der MBS-Arena dabei

Besonders bitter für die Boxerin ist der Umstand, dass sie nun ihr Heimspiel in Potsdam verpasst. „In der MBS-Arena habe ich mich immer besonders wohl gefühlt, weil auch viele Fans da waren. Deshalb werde ich am Samstag in die Arena kommen, auch wenn mir das gewiss nicht leicht fallen wird“, erzählte Ramona Kühne. Der Coach bemerkte noch: „Immerhin haben wir die Gewissheit, dass es partout nicht gegangen wäre, in Potsdam in den Ring zu steigen. Ramona muss sich nichts vorwerfen lassen. Sie selbst hat sich damit getröstet, sie sei eben auch nur ein Mensch, Verletzungen gehören im Sport leider dazu. Nach der Schock-Diagnose hat sie einen ganzen Tag lang geweint, war im Kopf komplett leer. Die Situation ist gewiss nicht leicht für sie – und auch für mich.“ Aber die Kühnes gaben sich kämpferisch: „Wir geben nicht auf!“

Info: am Dienstag (15 Uhr) öffentliches Pressetraining im Stern-Center Potsdam mit Tyron Zeuge, Giovanni De Carolis u.a.

Von Peter Stein

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