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Rebensburg wahrt Chance auf Kugel: Rang zwei in Jasna

Ski alpin Rebensburg wahrt Chance auf Kugel: Rang zwei in Jasna

Kämpfen kann Viktoria Rebensburg, das bewies sie mit ihrer Aufholjagd in Jasna ein weiteres Mal. Im Kampf um die kleine Kristallkugel ist sie vor dem Saisonfinale in St. Moritz aber klare Außenseiterin. Die Hoffnung gibt Rebensburg längst nicht auf.

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Eva-Maria Brem (L) und Viktoria Rebensburg (R) mit guter Laune bei der Siegerehrung.

Quelle: Vassil Donev

Jasna. Mit ihrer rasanten Aufholjagd zu Platz zwei wahrte Viktoria Rebensburg zwar die Chance auf die kleine Kristallkugel - richtig glücklich war die Skirennfahrerin aber dennoch nicht.

"Ich bin natürlich super happy, dass ich Zweite geworden bin. Aber es schmerzt schon", gestand sie nach dem Riesenslalom in Jasna. "Ich habe, denke ich, nach dem schlechten ersten Lauf noch das Maximum rausgeholt heute. Es ist halt schade, dass der erste so in die Hosen gegangen ist."

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Eva-Maria Brem (L) und Viktoria Rebensburg (R) mit guter Laune bei der Siegerehrung.

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Als Zwölfte des ersten Durchgangs konnte sie den Sieg ihrer Freundin Eva-Maria Brem nicht mehr verhindern - vor dem letzten Riesenslalom des Winters hat die Österreicherin nun 52 Punkte Vorsprung. Zur Kugel reicht ihr damit ein vierter Platz in der Schweiz. "Sie hat heute einen großen Schritt getan", bilanzierte Rebensburg nach dem 30. Podestplatz ihrer Weltcup-Karriere und am Ende 0,27 Sekunden Rückstand. "Aber es bleibt trotzdem weiter spannend. Ich werde Gas geben und alles probieren in St. Moritz", kündigte sie an und machte mit Brem sogar Scherze über Siegesfeiern an Autobahnraststätten.

Auch Bundestrainer Markus Anwander hat Rebensburgs dritte kleine Kugel nach 2011 und 2012 noch nicht abgeschrieben. "Es ist noch nichts aus der Welt", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Aber es hätten auch genauso gut zwölf Punkte Rückstand sein können."

Dazu allerdings wäre ein Sieg vonnöten gewesen - und Rebensburg hätte im ersten Durchgang ein anderes Setup wählen müssen. "Die Abstimmung hat nicht gepasst", erklärte sie die fast zwei Sekunden Rückstand auf Brem. Laufbestzeit im Finale spülten sie dann noch um zehn Plätze nach vorne - so eine Aufholjagd war ihr im Weltcup noch nie gelungen.

"Der zweite Lauf ist eine Augenweide gewesen", lobte Alpinchef Wolfgang Maier. "Das zeigt schon, welche Klasse die Frau hat. Das war eine sensationell gute Fahrt, das war ein nahezu perfekter Riesenslalom im zweiten Durchgang."

Überrascht war ihre Konkurrenz davon nicht. "Ich kenne die Vicky schon lange genug um genau zu wissen, dass das passiert. Sie hat aus der Not aus dem ersten Durchgang eine Tugend gemacht und ihr letztes Hemd gegeben", lobte Brem die Olympiasiegerin von 2010.

Aus der Ruhe gebracht habe sie der Druck am Start allerdings nicht. "Der erste Lauf war perfekt. Im zweiten habe ich das gemacht, was ich habe machen müssen - nicht mehr und nicht weniger", meinte Brem nach dem dritten Weltcup-Sieg ihrer Karriere.

Dritte wurde Federica Brignone aus Italien. Die Schweizerin Lara Gut übernahm als Vierte die Gesamtführung im Weltcup von der verletzten Lindsey Vonn (USA). 20 Jahre nach Katja Seizingers erstem Gesamtweltcupsieg sind Rebensburgs Chancen auf die große Kugel mit 263 Zählern Rückstand auf Gut nur gering.

In diesem Winter stehen noch zwei Super-G und eine Abfahrt, ein Slalom, ein Riesenslalom und eine Alpine Kombination im Rennkalender.

dpa

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