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Reisestress? - Biathletinnen klagen über Müdigkeit

Biathlon Reisestress? - Biathletinnen klagen über Müdigkeit

Die deutschen Biathletinnen wollen beim letzten Weltcup vor der WM nach ihrem schwachen Ergebnis im Sprint nun in der Verfolgung mit besseren Leistungen aufwarten. Aber die Müdigkeit ist groß. Erik Lesser ist derweil in Lauerstellung.

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Luise Kummer war mit Platz 20 noch die beste Deutsche im Sprint.

Quelle: Angelika Warmuth

Presque Isle. Die Analyse von Damen-Bundestrainer Gerald Hönig fiel nach der herben Enttäuschung im Biathlon-Weltcupsprint von Presque Isle eindeutig aus.

"Das war ein Ergebnis, das nicht unserem Anspruch entspricht", sagte der 56-Jährige nach dem missglückten Auftaktrennen bei der WM-Generalprobe. Als Rumpfteam ohne die beiden geschonten Staffel-Weltmeisterinnen Laura Dahlmeier, Franziska Hildebrand sowie Maren Hammerschmidt gestartet, standen die Plätze 20 für Luise Kummer, 22 für Miriam Gössner, 36 für Franziska Preuß und 55 für Karolin Horchler zu Buche - weit weg von der Spitze.

Vor allem die mehr als 20-stündige Anreise am Montag vom kanadischen Canmore in den US-Bundesstaat Maine inklusive Flug und langer Busfahrt steckte den jungen Mädels offenbar in den Knochen. Drei Wochen vor der WM klagten alle über müde Beine. "Wir hatten eine Mordsanreise, das steckt schon noch ein bisschen drin", sagte Staffel-Weltmeisterin Preuß.

"Ich glaube nicht, dass es andere Nationen leichter als wir hatten", meinte Hönig, auch hätten die Männer mit dem Sprint-Vierten Erik Lesser eine tolle Teamleistung gezeigt. Aber Hönig betonte auch: "Man merkt, warum wir immer wieder gesagt haben, dass wir versuchen müssen, Stress und die Summation von Belastung von der jungen Damen-Mannschaft ein bisschen fernzuhalten. Vielleicht waren die Auswirkungen für sie dann doch größer als für die Herren, und wir haben das ein bisschen unterschätzt."

Zugleich sprach er seinem Quartett vor dem Verfolger Mut zu. Wenngleich es nur um Ergebnisverbesserung geht: "Sie sind besser als das, was sie gezeigt haben."

Lesser weiß, wie man aus einer aussichtsreichen Position heraus im Jagdrennen angreift. Denn bei der vergangenen WM in Kontiolahti wurde der Frankenhainer Fünfter, 30 Sekunden hinter Sprint-Weltmeister Johannes Thingnes Bø. Mit vier fehlerfreien Schießeinlagen krönte sich Lesser dann in der Verfolgung zum Weltmeister, während der Norweger Bø nach acht Fahrkarten nur 31. wurde. Auch heute ist Bø der Gejagte. Lesser hat 45 Sekunden Rückstand. "In so einem Rennen ist vieles möglich", sagte er.

dpa

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