Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Rekord-Auftakt beim Stabhochsprung-Meeting

Stern-Center in Potsdam Rekord-Auftakt beim Stabhochsprung-Meeting

Toller Auftakt beim 17. Internationalen Stabhochsprung-Meeting im Potsdamer Stern-Center. Im Frauenwettbewerb ist der Siegerin Nicole Büchler aus der Schweiz am Freitagabend ein nationaler Rekord gelungen. Am Sonnabend fliegen die Männer um die Wette, die ebenfalls Rekordhöhen ansteuern. Mit dabei auch ein Potsdamer, der sich Siegchancen ausrechnet.

Voriger Artikel
„Ich war ein Monsterchen“
Nächster Artikel
Hoffenheim gegen Darmstadt unter Druck

Nicole Büchler gewinnt vor Fabiana Murer und Jirina Ptacnikova (vl.).

Potsdam. Schweizer Berge sind hoch und auch die Schweizer Stabhochspringerin Nicole Büchler flog am Freitagabend hoch hinaus. Beim 17. Internationalen Stabhochsprung-Meeting im Potsdamer Stern-Center wiederholte sie nicht nur ihren Vorjahreserfolg. Die Gipfelstürmerin aus Biel „kletterte“ diesmal sogar noch elf Zentimeter höher und stellte mit 4,66 Meter einen neuen Hallen-Landesrekord auf. Erst am neuen Meeting-Rekord von 4,71 Meter scheiterte die 32-Jährige dreimal.

Dabei war sie nicht allein. Denn auch Vizeweltmeisterin Fabiana Murer aus Brasilien rüttelte gewaltig an dem Potsdamer Hausrekord von 4,70 Meter, den 2012 die Kubanerin Yarisley Silva aufgestellt hatte. Da jedoch auch Murer dreimal an den 4,71 Meter scheiterte und sie zuvor nur 4,61 übersprungen hatte, blieb der Südamerikanerin Rang zwei. Dritte wurde die tschechische Vize-Europameisterin Jirina Ptachnikova mit 4,56 Meter.

Männer starten am Samstag um 17.30 Uhr

Am Sonnabend ab 17.30 Uhr fliegen die Männer im Stern-Center um die Wette. Mit dabei ist auch der Potsdamer Carlo Paech. Er wurde im vergangenen Jahr Dritter und will dieses Mal um den Sieg mitspringen. Sein erklärtes Ziel ist es, die Höhe von 5,80 Meter zu schaffen . In der MAZ hat er erzählt, warum das Springen im Stern-Center einer seiner liebsten Veranstaltungen ist.

Carlo Paech springt am Sonnabend im Potsdamer Stern-Center und will nicht nur hoch hinaus, sondern den Sieg

Carlo Paech springt am Sonnabend im Potsdamer Stern-Center und will nicht nur hoch hinaus, sondern den Sieg.

Quelle: dpa

Die beste Deutsche landet auf Platz 6, die besten Potsdamerinnen auf Platz 9

In dem hochklassigen Wettkampf erreichte die ehemalige Vizeweltmeisterin Martina Strutz (Schwerin) als beste Deutsche mit 4,46 Meter Rang sechs. Das Potsdamer Trio bewältige jeweils 4,31 Meter. Das bedeutete für Friedelinde Petershofen und Annika Roloff jeweils Rang neun und Anjuli Knäsche wurde Elfte, weil sie diese Höhe erst im zweiten Versuch meisterte. Die 20-jährige Friedelinde Petershofen, die wegen einer Schulterverletzung nur elf Schritte Anlauf nehmen konnte, war dennoch zufrieden. „Schließlich bin ich nur zwei Zentimeter unter meiner Bestleistung geblieben“, meinte die Lehramtsstudentin.

Nicole Büchler war happy. „Ich springe gern auf der Potsdamer Anlage“, meinte die WM-Teilnehmerin, die erst fünf Tage zuvor in Zweibrücken mit 4,65 Meter ihren Landesrekord von 2014 um zwei Zentimeter verbessert hatte. „Ich bin gesund, habe gut trainiert und fühle mich auch gut. Ich habe im letzten Jahr in der Technik etwas umgestellt, das zahlt sich jetzt mehr und mehr aus“, erzählte die Potsdamer Doppelsiegerin, deren großes Ziel die Olympischen Spiele im August in Rio sind.

Brasilianerin peilt bei Olympia Gold an

In Brasilien gilt Fabiana Murer längst als Nationalheldin und soll dem Olympia-Gastgeber natürlich eine Medaille bescheren. Die Weltmeisterin von 2011 sagte: „Ich bin vor zehn Jahren schon einmal in Potsdam gesprungen, deshalb bin ich sehr gern zurückgekommen. Wettkämpfe wie diese sind jetzt für mich sehr wichtig. Da kann ich sehen, was ich noch verbessern muss.“ Ihre Freiluftbestleistung steht bei 4,85 Meter. Für Gold in Rio müsse mal wohl mindestens fünf Meter springen, meinte sie. „Ich werde hart dafür trainieren“, betonte die 34 Jahre alte Brasilianerin, die wie Nicole Büchler den Meeting-Rekord ins Wackeln brachte.

Von Peter Stein

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
MAZ Sportbuzzer