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"Riesen-Wachruf": Hertha rutscht nach 1:2 in Hoffenheim ab

Fußball "Riesen-Wachruf": Hertha rutscht nach 1:2 in Hoffenheim ab

1899 Hoffenheim hat nun in zehn Spielen unter Julian Nagelsmann 20 Punkte gesammelt. Der Abstiegskampf ist aber noch lange nicht vorüber, auch wenn die Kraichgauer gegen einen Königsklassen-Anwärter gewinnen.

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Hoffenheims Mark Uth (l) köpfte den 2:1-Siegtreffer gegen Hertha BSC.

Quelle: Uwe Anspach

Sinsheim. Im Kampf um die Champions-League-Teilnahme hat die Überraschungsmannschaft von Hertha BSC einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen.

Die Berliner unterlagen mit 1:2 (1:1) bei 1899 Hoffenheim und mussten am 30. Spieltag ihren dritten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga an Bayer Leverkusen abgeben. Zudem verpatzten sie die Generalprobe für das DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund. "Für uns war das ein Riesen-Wachruf", meinte Trainer Pal Dardai und blickte schon mal auf den Schlager am Mittwoch: "Die ganze Stadt wartet auf das Spiel. Wenn wir nach 120 Minuten und Elfmeterschießen gewinnen, dann können die Fans zum Finale kommen."

Das Gäste-Team holte aus den letzten drei Spielen nur einen Punkt und bekam neun Gegentore. Niklas Stark (27. Minute) traf zunächst für die Berliner und Fabian Schär (33.) für die Kraichgauer. Mark Uth erzielte dann vor 27 745 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena fünf Minuten vor Schluss den Siegtreffer. "Wir haben heute wieder gezeigt, dass wir auch Spitzenmannschaften schlagen können", meinte Uth, dem in neun Spielen unter Nagelsmann nun bereits fünf Treffer gelangen. Beide TSG-Tore hatte Jungstar Nadiem Amiri durch Standards vorbereitet.

Die Hoffenheimer bestätigten ihren Aufwärtstrend im Abstiegskampf: Die Bilanz von Trainer-Novize Nagelsmann steht nach zehn Spielen nun bei stolzen 20 Punkten. Als 13. mit drei Punkten Vorsprung auf Werder Bremen und den Relegationsplatz ist der Club aber noch nicht durch. "Es bleibt unten schön kuschelig", sagte der 28 Jahre junge Chefcoach angesichts der anderen Ergebnisse im Tabellenkeller.

Nach nur drei Spielminuten schreckte Vedad Ibisevic die TSG auf, als er sich im Strafraum durchtankte und mit einem Flachschuss Torhüter Oliver Baumann forderte. Herthas Angreifer trat gegen seinen früheren Club mit einer Carbonmaske an, um sich nach seinem Kieferhöhlenbruch zu schützen, blieb aber insgesamt blass.

Nach der Anfangschance der Berliner waren Hoffenheim schnell wach und bemühte sich, das Spiel an sich zu reißen. Vor allem Amiri, der Matchwinner vom 2:0 in Frankfurt, trieb sein Team nach vorne. Hinten aber erwiesen sich die "Nagelsmänner" als anfällig: Einen Eckball von Marvin Plattenhardt verlängerte Per Skjelbred - und Stark wuchtete das Leder per Kopf zum 1:0 für die Hertha ins Netz.

Doch Hoffenheim konnte das genauso gut: Amiri trat einen Freistoß aus dem Halbfeld, Innenverteidiger Schär nutzte seine Freiheiten und köpfte zum verdienten Ausgleich ein.

Die Berliner blieben aber dran und erhöhten den Druck: Torjäger Salomon Kalou traf den Pfosten (41.) und scheiterte wenige Minuten danach am herauseilenden Baumann. Auch nach dem Wechsel begegneten sich der Abstiegskandidat und der Königsklassen-Anwärter zunächst auf Augenhöhe. Der eingewechselte Pirmin Schwegler hätte dann mit einem Doppelpass fast das 2:1 eingeleitet: Uth schoss aus spitzem Winkel Hertha-Keeper Rune Jarstein an.

Durch das Abstaubertor des Stürmers nach einer Amiri-Ecke in der 85. Minute machte Hoffenheim dann doch noch erneut einen großen Schritt Richtung Klassenverbleib und ist jetzt seit fünf Spielen ungeschlagen. Hertha droht nun im Heimspiel gegen den FC Bayern München am kommenden Samstag der nächste Rückschlag. Davor kann der Hauptstadt-Club aber den Traum von einem Pokalfinale im heimischen Olympia-Stadion wahr machen.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 53,6 - 46,4

Torschüsse: 17 - 10

gew. Zweikämpfe in %: 53,2 - 46,8

Fouls: 10 - 16

Ecken: 3 - 5

Quelle: optasports.com

dpa

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