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Robert Köhring: Stimmungsmacher am Netz

MAZ-Serie „Stimmen Brandenburgs“ Robert Köhring: Stimmungsmacher am Netz

Einst war Robert Köhring selbst für die Netzhoppers KW-Bestensee aktiv, inzwischen ist er vor allem für die Stimmung bei den Heimspielen des Volleyball-Bundesligisten zuständig. Der 38-Jährige moderiert die Teams an und heizt den Zuschauer mit Musik ein. Auf die musste er einmal sogar verzichten, als ein Brand seine Musikanlage lahmlegte – doch er moderierte einfach weiter.

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Robert Köhring beim Verlesen der Aufstellungen.

Quelle: Oliver Schwandt

Königs Wusterhausen. „Ich war selbst für die Netzhoppers aktiv, leider reichten meine Qualitäten nur für die dritte Mannschaft“, erinnert sich Robert Köhring, der die Heimspiele des Volleyball-Bundesligisten in der Bestenseer Landkostarena als Hallensprecher begleitet. Zusätzlich engagierte sich der 38-Jährige, der bei einem Architektur- und Planungsbüro in Königs Wusterhausen angestellt ist, in der Vereinsarbeit.

Angefangen hat alles mit zwei CD-Playern

Als ein neuer Ansager und Stimmungsmacher für die Netzhoppers gesucht wurde, konnte Köhring nicht Nein sagen. „Angefangen hat alles in der Regionalliga-Saison 1999/00 mit zwei CD-Playern und einer eher amateurhaften Moderation. Im Laufe der Jahre ist alles professioneller geworden, obwohl ich immer vor jedem Spiel Lampenfieber habe. Aber es hat sich schon eine gewisse Ablaufroutine bei mir entwickelt“, sagt Köhring. Zwei Stunden vor der ersten Angabe ist er bereits in der Halle. „Ich baue meine Technik auf, mache verschiedene Funktionstests, damit dann beim Match auch nichts schiefgeht. Auch die Spielerlisten der jeweiligen Teams muss ich ausgiebig studieren, damit dann bei der Ansage von ziemlich schwer auszusprechenden Namen alles seine Ordnung hat.“

Wenn dann das Licht in der Halle abgedunkelt wird, beginnt die Zeit von Köhring und er läuft jedes Mal zur Hochform auf. Von „Captain Delta“, einer ehemaligen Band aus Königs Wusterhausen, spielt er als Einlaufmusik „Wir sind eine Mannschaft, wir sind ein Verein.“ „Matthias“, ruft er anschließend lautstark ins Mikrofon, „Penk“ antwortet der Fanclub „Netzino“. Dieser Ablauf wiederholt sich, bis die komplette Mannschaft von Trainer Mirko Culic nebeneinander in der Hallenmitte steht.

Wenn es nicht läuft legt Robert Köhring Musik von Scooter auf

Während der Begegnung hat der Netzhoppers-Hallensprecher ein Gefühl entwickelt, welche Musik er in der jeweiligen Phase des Spiels bringen muss. Wenn das Heimteam unbedingt lautstarke Fanunterstützung benötigt, hilft zum Beispiel von Scooter das Lied „Maria“. „Darauf stehen sie total“, weiß Köhring.

Improvisieren musste der in Wildau wohnende zweifache Familienvater bei einer Begegnung gegen Friedrichshafen in der Königs Wusterhausener Paul-Dinter-Halle im Februar 2007, als eine Box angefangen hatte zu brennen. „Als dann auch noch der Feueralarm losging, musste ich die Musik komplett runternehmen. Ich habe dann nur noch ohne jegliche musikalische Unterstützung moderiert. Diese war eigentlich auch nicht groß erforderlich, weil die Fans genug Stimmung gemacht hatten“, erinnert sich der leidenschaftliche Jogger. Erst zwei Begegnungen der Netzhoppers hat er in seiner Zeit als Hallensprecher verpasst: „Das erste Match war bei der Geburt meiner Zwillinge im Oktober 2010 gegen Spergau und das andere die erste Saisonpartie 2015/2016 gegen die RheinMain Volleys aus Frankfurt (Main).“ Vorerst wird er nur wenige Spiele verpassen. „Es macht sehr viel Spaß.“

Von Oliver Schwandt

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