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Ronald Rauhe macht bis Tokio weiter

Kanu Ronald Rauhe macht bis Tokio weiter

Das kommt überraschend: Ronald Rauhe, der eigentlich seine Karriere nach der Kanu-Weltmeisterschaft im August in Racice beenden wollte, macht nun doch weiter und peilt die Olympischen Spiele 2020 in Tokio an. Für den 35-Jährige wären das die sechsten Olympischen Spiele – so viele wie seine „angeheiratete Tante“ Birgit Fischer.

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Ronald Rauhe nahm bislang an fünf Olympischen Spielen teil und gewann vier Medaillen.

Quelle: Peter Stein

Potsdam. Eigentlich wäre für Ronald Rauhe im August Schluss gewesen mit seiner Karriere. Bei der Weltmeisterschaft in Racice (Tschechien) wollte der Kanute Abschied nehmen vom Leistungssport, nach fünf Olympiateilnahmen und vier Medaillen (1 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze). Doch nun hat der 35-Jährige seine Meinung geändert, sein neues Ziel sind die Olympischen Spiele in Tokio 2020, bei denen er dann 38 Jahre alt wäre.

Vier Medaillen bei Olympischen Spielen

Grund dafür ist unter anderem die neue olympische Strecke im Kajak-Vierer über 500 Meter. „Eine Medaille im Vierer fehlt mir noch in der Sammlung. Die Belastungszeit ist wie für mich auf den Leib geschneidert, das ist eine Sprintdistanz, die Ausdauer fordert“, sagt Rauhe. „Dass es ein gutes Boot ist, war mir klar. Dass es bei den Weltcups allerdings so einschlägt, hat mich doch überrascht“, erzählt Rauhe, der in Falkensee (Havelland) lebt und in Potsdam trainiert. „Das macht es natürlich noch reizvoller, dass die Medaillenchance sehr greifbar ist. Und Tokio wären meine sechsten Olympischen Spiele. So viele Männer haben das nicht geschafft, das reizt mich auch. Bei den Frauen fällt mir da vor allem meine angeheiratete Tante ein“, erzählt Rauhe mit einem Lachen. Er ist mit Fanny Fischer verheiratet, selbst Kanu-Olympiasiegerin und Nichte von Kanutin Birgit Fischer, der erfolgreichsten deutschen Olympionikin (8 x Gold, 4 x Silber), die an sechs Olympischen Spielen teilgenommen hat.

Rauhe peilt duale Karriere bei der Landesregierung an

Das will nun auch Rauhe schaffen. Wichtig war ihm dabei, dass er beruflich abgesichert ist. „Ich hatte ehrlich gesagt Angst davor, dass ich erst mit 39 Jahren ins Berufsleben einsteige. Ich bin Familienvater mit zwei Kindern. Es war klar, dass da Voraussetzungen geschaffen werden mussten, bevor ich sage, ich mache weiter“, erzählt Rauhe. Möglicherweise ist die nun gegeben, er hat sich bei der Landesregierung für eine duale Karriere beworben. „Noch ist nichts in trockenen Tüchern, aber es sieht gut aus“, meinte Rauhe, der Sportmarketing studiert und aktuell seine Bachelorarbeit schreibt.

Auch seine Frau spielte bei der Entscheidungsfindung eine große Rolle. „Anfangs war sie schon skeptisch, weil sie auch Bedenken hatte, dass ich erst mit 39 Jahren anfange zu arbeiten. Aber sie hat auch gesehen, dass mich der Sport extrem reizt und mich erfüllt“, sagt Rauhe. Wenn alles gut läuft, dann noch bis 2020.

Von Stephan Henke

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