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Rosberg wieder auf Pole vor Hamilton - Erneuter Kampf?

Motorsport Rosberg wieder auf Pole vor Hamilton - Erneuter Kampf?

Nico Rosberg steht auch in Mexiko auf der Pole Position, Weltmeister Lewis Hamilton auf Rang zwei. In den vorangegangenen drei Rennen der Formel 1 konnte Rosberg dennoch nicht gewinnen. Gefahr droht in Mexiko auch von Sebastian Vettel.

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Der Mexikaner Sergio Perez startet in seinem Force India in seinen Heim-Grand Prix.

Quelle: Ulises Ruiz Basurto

Mexiko-Stadt. Nico Rosberg hat Weltmeister Lewis Hamilton bei der umjubelten Rückkehr der Formel 1 nach Mexiko schon wieder die 50. Pole Position in dessen Karriere verbaut. Der 30 Jahre alte gebürtige Wiesbadener sicherte sich wie in den drei vorangegangenen Grand Prix den ersten Startplatz.

Zweiter in der Qualifikation wurde vor über 100 000 Zuschauern Hamilton, der aus dieser Position die vergangenen drei Rennen allerdings gewonnen hatte.

In der zweiten Startreihe wird Sebastian Vettel mit seinem Ferrari beim 17. Saisonlauf am Sonntag (20.00 Uhr) stehen. Er hat im Klassement als Zweiter vier Punkte Vorsprung auf Rosberg. Ihr Landsmann Nico Hülkenberg schaffte es in der K.o.-Ausscheidung auf den zehnten Platz in seinem Force India.

Damit könnte es sieben Tage nach Hamiltons WM-Triumph im Rennen zu einem ähnlichen Szenario kommen, das in Austin Rosberg so erzürnt hatte. Wieder dürfte es eine Attacke Hamiltons auf den Pole-Mann am Ende der langen Gerade geben. "Es wird wieder ein Kampf", meinte Rosberg. Was in der Vergangenheit passiert sei, sei aber Vergangenheit. Hamilton hatte dem nichts hinzuzufügen. Auf Vettels Vorschlag, dass sich beide Mercedes-Fahrer ja gegenseitig aus dem Weg räumen könnten, bekam er bei der Pressekonferenz zwar die Lacher, aber keine Antwort der beiden Rivalen.

Hamilton ließ seine Strategie letztlich aber letztlich mehr als klar durchblicken. Rosberg muss sich wieder auf eine Attacke zu Beginn einstellen. "Es ist der beste Platz für den Start, Zweiter oder Dritter, weil es ein weiter Weg ist, bis zur ersten Kurve", betonte Hamilton: "Ich bin glücklich mit meiner Position." Bislang seien die Rennen mit so einer Konstellation immer gut für ihn gewesen.

Dennoch war Startplatz eins für Rosberg, der 20. seiner Karriere, ein wahrer Stimmungsaufheller. "Freut mich total, das ganze Wochenende lief gut. Das Auto lag gut, ich konnte attackieren", betonte er. "Danke, Nico, dass Du Dich so gefangen hast. Jetzt ist der ganze Bullshit vorbei. Dass er die Pole Position erobert hat gegen seinen Erzfeind Lewis Hamilton, das ist für seinen Kopf ganz wichtig", meinte Teamaufsichtsratschef Niki Lauda im TV-Sender RTL.

Hamilton nahm Rang zwei eher gelassen hin, selbst wenn es wieder nichts mit der 50. Pole wurde. "Es gab ein paar Momente, da hat sich das Auto spektakulär angefühlt, aber es gibt noch ein paar Stellen, an denen ich mich verbessern kann."

Der Dreifach-Weltmeister und seine beiden deutschen Widersacher leisteten sich bereits im ersten Zeitabschnitt einen packenden Dreikampf um die Bestzeit. Zunächst führte Hamilton, dann konterte Rosberg, dann wieder Hamilton. Später als die beiden kam Vettel auf die Strecke. Schnell setzte er sich an die Spitze. Obwohl es um nichts ging, waren damit die ersten 18 Minuten in der K.o.-Ausscheidung noch nicht gelaufen. Rosberg wollte es nochmal wissen und fuhr auf den weichen, schnelleren Reifen auch die schnellste Runde.

So ging es weiter. Hamilton verbesserte in der Viertelstunde des zweiten Abschnitts seine erste Bestzeit. Diesmal fuhr auch er auf den weicheren Reifen. Vettel wartete wie schon zu Beginn lange in der Box. Viele Versuche brauchte er nicht, um sich hinter Hamilton, aber vor Rosberg zu platzieren.

Als es im Kampf um die zehn besten Plätze ernst wurde, war keiner schneller als Rosberg auf dem 4,304 Kilometer langen Autódromo Hermanos Rodríguez. Nachdem er seine Top-Runde hingelegt hatte, winkte er den motorsportbegeisterten Zuschauern, die sich wie die Fahrer auf ein packendes Rennen freuen dürfen.

dpa

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